Proud to be a Nurse

Wir brauchen mehr Zeit

Stefanie Malinka und ihre Kolleginnen schwören auf ihr Team. Was sie an ihrem Beruf besonders mögen, haben sie uns auch erzählt.

Stefanie Malinka (52, auf dem Foto rechts), Gabriele Baldy (52, links) und Albertine Friedland (48, vorne) sind ambulante Pflegekräfte bei der Diakonie Britz-Buckow-Rudow in Berlin. Alle drei machen berufsbegleitend eine vierjährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft, die Malinka und Baldy im nächsten Jahr abschließen. Friedland ist 2021 fertig. Krankenschwester Nadine Haas (38) ist ihre Praxisanleiterin. Bei unserer Umfrage auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin haben wir sie interviewt.

Was macht Sie stolz auf Ihren Beruf?

Es macht uns stolz, helfen zu können und da zu sein. Man fühlt sich wichtig und gebraucht, und es ist schön, die Dankbarkeit unserer Kunden zu spüren.

In welchen Momenten mögen Sie Ihren Beruf besonders gern?

Einerseits, wenn die Kunden sich freuen, dass wir kommen – und wenn wir von ihnen angelächelt werden. Andererseits auch, wenn wir uns nach dem Dienst im Team treffen und uns austauschen.

Wenn Sie eine Sache verändern könnten: Was wäre das?

Wir brauchen mehr Zeit. Die Zeit, die wir brauchen, möchten wir auch haben. Für eine Insulinspritze zum Beispiel sind gerade einmal sieben Minuten angesetzt, da kommt die Kommunikation mit den Patienten definitiv zu kurz.

Warum besuchen Sie den Deutschen Pflegetag?

Weil es total genial ist. Wir waren auch schon im vergangenen Jahr hier. Wir bekommen viele Informationen, zum Beispiel über Hilfsmittel, wir können vieles ausprobieren und uns mit anderen austauschen.

Gibt es eine Botschaft an den Nachwuchs, die Sie gerne loswerden möchten?

Der Beruf ist eine Berufung – man wird nicht reich damit. Entweder man macht ihn mit Freude und Herz und aus Überzeugung, oder man lässt es. Denn die Kunden merken es ganz schnell, wenn jemand nur Dienst nach Vorschrift macht.

Interview: Jens Kohrs

Foto: Jurij Balbekow

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