Pflegeeinrichtung

Wie viel wissen Sie eigentlich über Ihre Bewohner?

Biografische Angaben sind nötig und wichtig. Sie helfen dabei, pflegebedürftige Personen besser zu verstehen und in der Pflege individuell auf sie eingehen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Die Biografiearbeit existiert immer noch! Trotz der neuen Pflegedokumentation und dem evtl. Verzicht auf eine gesondere Dokumentation auf einem eigenen Formular.

Was sollten Sie über den Bewohner in Erfahrung bringen?

Lebensrelevante Informationen

Das Leben eines Menschen endet nicht, wenn er pflegebedürftig wird. Seine Biografie genauso wenig. Stattdessen wird ein neues Kapitel aufgeschlagen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Seine Biografie aber nimmt der Pflegebedürftige mit ins Pflegeheim.

Es kann z. B. sein, dass der Tod des ältesten Bruders im Hier und Jetzt keine Rolle mehr spielt, es kann aber auch sein, dass darüber immer noch eine große Traurigkeit herrscht oder sogar ein Trauma damit in Verbindung steht. Hier kommt es auf sensibles Zuhören an.

Gewohnheiten, Abneigungen, Vorlieben

Finden Sie heraus, was jemand liebt oder hasst, gerne oder ungerne tut, was jemand gleich erledigt und was er lieber liegen lässt. Was er dringend braucht und was er dagegen gar nicht ertragen kann. Was ihr oder ihm wichtig ist. Worauf sich jemand verlassen möchte.

Das können ganz alltägliche Dinge sein. Die Handtasche, die eine Bewohnerin immer mit Taschentüchern bestückt bei sich trägt, die Kernseife, mit der sich ein Bewohner selber waschen kann, während Seifenlotion gar nicht geht, der Spiegel, ohne den jemand die Morgenpflege nicht abschließen kann, der tägliche Spaziergang oder der Rückzug auf die Toilette, wenn es zu laut wird. Scheinbar „banale“ Dinge also, die jedoch im Alltag und für das Wohlbefinden eines Bewohners wichtig sein können. Und damit auch für einen entspannten Pflegeablauf.

Einstellungen, Werte

Einstellungen und Werte spielen eine zentrale Rolle für die Art und Weise, in der wir uns verhalten. Welche Bedeutung haben Werte wie Harmonie, Lebensfreude, Kontakt, Zugehörigkeit, Frieden, Gerechtigkeit, Spaß, Mitgefühl, Nähe, Distanz, Entspannung, Ordnung, Respekt, Sicherheit, Sinn, Verantwortung, Autonomie, Vertrauen, Wertschätzung für den Pflegebedürftigen und wie drückt sich all dies in seinem Leben aus?

Buchtipp:

Serie Soft-Skills

Tipp 3: Biografiearbeit verbessert die Kommunikation

Nutzen Sie den Schatz, der in den Erinnerungen Ihrer Bewohner verborgen liegt: Setzen Sie auf Biografiearbeit! Sie öffnet den Bewohner für Gespräche und fördert sein Wohlbefinden.

Altenpflege

Lebensraum statt Krankenzimmer

Für bettlägerige Menschen schrumpft die Welt zusammen. Daher ist die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung besonders wichtig. Denn erst damit wird ein Bewohnerzimmer zum angenehmen Lebensraum.

Zeitarbeitsfirmen in der Pflege

Zeitarbeiter bitte sparsam dosieren!

Den meisten Heimbetreibern sind sie ein notwendiges Übel: Zeitarbeitsfirmen. Teuer sind sie und die Einsätze wollen gut vorbereitet sein. Die wichtigsten Tipps von Experten.

Bremen

Eine Nachtwache protestiert gegen Personalmangel

Jetzt auch in Bremen: ein „Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus“. Ins Leben gerufen hat diesen Protest Ariane Müller. Sie arbeitet seit fast 40 Jahren als Nachtschwester, davon viele Jahre auf der Intensivstation. Eigentlich könnte sie sich auf ihre Rente freuen. Doch sie hat triftige Gründe für ihr Engagement.

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