Wie acht Berliner Startups Lotte Müller pflegen

Wie acht Berliner Startups Lotte Müller pflegen
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Foto: Health Capital

DEUTSCHER PFLEGETAG 2019

Wie acht Berliner Startups Lotte Müller pflegen

Auf dem Deutschen Pflegetag 2019 präsentierten acht Berliner Pflegestartups ihre innovativen Lösungen, um den Pflegealltag einfacher zu gestalten.

Lotte Müller ist eine 85-jährige alleinstehende Frau, die in einer Zweizimmerwohnung in Berlin lebt. Sie ist in ihrer Mobilität mittlerweile eingeschränkt und daher auf Gehhilfen angewiesen. Darüber hinaus leidet sie an einer chronischen, dialysepflichtigen Nierenerkrankung. Trotz einer gewissen Pflegebedürftigkeit kommt Frau Müller in ihrer Wohnung noch ausreichend allein zurecht.

Lotte Müller ist ein fiktives Beispiel für eine in Deutschland stark zunehmende Lebenssituation. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl an innovativen Jungunternehmen im Pflegebereich. Für viele individuelle Einschränkungen im Alltag pflegebedürftiger Menschen bieten Startups digitale Lösungen an und sind damit ein vertrauensvoller Partner in der Wahrung von Lebensqualität:

Bei den ersten Anzeichen des Pflegebedarfs nutzt Frau Müller die Digitalen Services von Töchter & Söhne. Sie und ihre Tochter informieren sich mit Hilfe der kostenfreien Online-Pflegekurse auf curendo.de über Leistungen der Pflegeversicherung. Gleichzeitig buchen Sie über Pflegetiger eine flexible Pflegefachkraft, die bei Frau Müller fünf Mal pro Woche eine assistierte Peritonealdialyse durchführt und ihr Gesellschaft leistet. Die notwendige häusliche Peritonealdialyse wird über NADia koordiniert und organisiert.

Das akute Sturzrisiko von Frau Müller kann dank Lindera mittels einer Smartphone-basierten digitalen Ganganalyse und Präventionsmaßnahmen deutlich gemindert werden. Zusätzlich ist Frau Müllers Wohnung mit intelligenten Sensoren und Notfallknöpfen von Better@Home ausgestattet, die Unregelmäßigkeiten oder Notfallsituationen automatisch erkennen und ein Signal an ihre Tochter senden.

Als Lotte Müller einen Schlaganfall erleidet, wird ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung unausweichlich. Nach wie vor kann sie sich jedoch ihre gewohnten Drogerieartikel von BringLiesel liefern lassen. Bei der durch den Schlaganfall entstandenen, sehr belastenden Urin-Inkontinenz unterstützen Sensoren von AssistMe und informieren das Pflegepersonal zeitnah und ortsunabhängig über den Wechselbedarf der Vorlage. Frau Müller kann glücklicherweise noch beide Arme bewegen, anders als bei ihrer Zimmernachbarin. Bei ihr kann sie jedoch beobachten, wie der Einsatz eines RoboTools-Roboterarms bei dem Anreichen von Getränken unterstützen kann.

All diese Unternehmen haben ihre Entstehungsgeschichte in der Hauptstadtregion. Das Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital unterstützt diese beim Bekanntwerden, bei Förderungs- und Finanzierungsfragen und bei der Vernetzung zu hilfreichen Akteuren.

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