Qualitätsmanagement

Was macht der MDK eigentlich alles?

Der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat zahlreiche Aufgabenfelder – die Begutachtung einer eventuell vorliegenden Pflegebedürftigkeit ist nur eine davon.

Zu den Aufgaben des MDK gehören die Begutachtungen für die Kranken- und Pflegeversicherung, die Beratung und die Qualitätsprüfungen. Geregelt werden die Bereiche durch Richtlinien des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS):

  • Feststellung der Arbeitsunfähigkeit
  • Bewilligung von Arzneimitteln
  • Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
  • Überprüfung stationärer Krankenhausleistungen
  • Bewilligung der Rehaversorgung
  • Bewilligung von Heilmitteln
  • Notwendigkeit der Palliativversorgung
  • Bewilligung von Stimm-Sprech-Sprachtherapie
  • Bewilligung von Therapien bei Transsexualität
  • Bewilligung von Soziotherapien
  • Feststellung von Pflegebedürftigkeit
  • Durchführung von Qualitätsprüfungen in Einrichtungen

Zahlen rund um den MDK

Der MDK ist aber nicht unabhängig, sondern arbeitet im Auftrag der Kassen. Momentan gibt es 141 Beratungsstellen, in denen über 7.000 Mitarbeiter arbeiten.

Wer arbeitet beim MDK?

Die meisten Mitarbeiter des MDK kommen nicht aus dem Pflegebereich, sondern nur gut 30 Prozent. Weitere knapp 30 Prozent sind Assistenzpersonal im medizinischen/pflegerischen Bereich. Hinzu kommen gut 25 Prozent Ärzte/Ärztinnen. Die restlichen gut 10 Prozent verteilen sich auf die Bereiche Verwaltung, Kodierassistenz, Wirtschaftsdienste und nichtärztliches Personal in Heil- und Gesundheitsberufen.

Hauptaufgabe: Begutachtung von Pflegebedürftigkeit

Schaut man sich an, was der MDK konkret macht, ist nicht verwunderlich, dass ein Großteil im Bereich der Begutachtung von Pflegebedürftigen liegt. Das verteilt sich hauptsächlich auf 78,5 Prozent in der ambulanten Pflege sowie 21 Prozent in der vollstationären Pflege und 0,5 Prozent entfallen noch auf die Pflege in vollstationären Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Buchtipp:

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Corona

Was machen MDK-Mitarbeiter in der Corona-Krise?

Rund 800 MDK-Leute sind im Hilfseinsatz. Manche helfen sogar in Heimen und Krankenhäusern. pflegen-online hat bei den 15 Medizinischen Diensten (MDK) nachgefragt, wo genau die Mitarbeiter im Einsatz sind

Foto: Sandor Kacso - Fotolia.com

MDK

Zu Hause pflegen oder nicht?

Zu Hause gepflegt werden - das ist der Wunsch vieler Menschen, die pflegebedürftig werden. Doch nicht immer kann dieser Wunsch erfüllt werden. Es muss geprüft werden, ob die pflegebedürftige Person in der gewohnten häuslichen Umgebung gut versorgt ist. Das ist u.a. die Aufgabe des MDK.

Foto: Comugnero Silvana – Fotolia.com

Pflegende Angehörige

Nötige Hilfsmittel ohne lästige Anträge

Pflegerische und medizinische Hilfsmittel erhalten anerkannt Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 seit Jahresbeginn 2017 wesentlich einfacher als zuvor. Das hat auch das unterstützende Engagement von pflegenden Angehörigen deutlich erleichtert.

Foto: jens schuenemann jps-berlin.de

Fachkräftemangel

Warum Pflegekräfte bald deutlich mehr verdienen könnten

Boris Augurzky, Gesundheitsökonom und Autor des Krankenhaus Rating Reports, im Interview auf pflegen-online: über teure Ärzte und ungenutzte Potenziale in der Pflege.

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