Palliativ

Warum man gemeinsam stark ist: Netzwerk Palliative Care

Lernen Sie die wichtigsten "Mitspieler" im Palliative-Care-Netzwerk kennen und erfahren Sie, warum die komplexe Versorgung Sterbender viele neue Möglichkeiten bietet.

Noch vor einigen Jahren bestand das Netzwerk in der Sterbebegleitung aus dem Hausarzt, im Bedarfsfall Fachärzten, Mitarbeitern von Pflegeeinrichtung und Krankenhaus. Die Behandlung, Betreuung und Versorgung Sterbender werden jedoch immer vielfältiger, und somit unterstützen mehr und mehr auf Palliative Care spezialisierte Organisationen die ambulanten wie stationären Pflegedienste.

Die wichtigsten Partner in der Palliative Care

SAPV

Bereits 2009 wurde die Grundlage für die SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) verankert (BMJV 2009: SAPV). Versicherten kann damit eine zusätzliche Betreuung und Versorgung angeboten werden.

Voraussetzungen für die Verordnung von SAPV

  1. Voraussetzung für SAPV ist die Bescheinigung der Notwendigkeit durch den Arzt.
  2. Wichtig: Auch für Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen kann diese Leistung verordnet und zusätzlich durch die Krankenversicherung finanziert werden.
  3. Mögliche Indikationen hierfür sind z. B. die Notwendigkeit eines intensiven Symptommanagements, etwa bei Menschen, deren Symptome sich schnell ändern und/oder bei denen bislang keine zufriedenstellenden Ergebnisse in der Symptomlinderung erzielt werden konnten.
  4. Auch wenn ein erheblicher Betreuungsaufwand im psychosozialen oder spirituellen Bereich besteht, der nicht allein durch die stationären Pflegeeinrichtungen sichergestellt werden kann, ist eine Indikation gegeben.

Palliativnetze

In einem Palliativnetz schließen sich mehrere Palliativmediziner zu einem Verbund zusammen und ermöglichen so eine 24-stündige Ansprechbarkeit und ein kontinuierliches palliativmedizinisches Versorgungsangebot bei medizinischen Problemen oder Fragestellungen.

Zum Teil werden auch SAPV-Leistungen direkt über das Netzwerk angeboten und organisiert oder über deren Ärzte verordnet.

Die Vorteile für den Betroffenen und das Pflegeteam

  1. Sie haben also rund um die Uhr die Möglichkeit, einen im Bereich von Schmerztherapie und Palliativversorgung spezialisierten Arzt erreichen zu können. Dadurch lassen sich erforderliche Therapien frühzeitig organisieren. Eine Einweisung ins Krankenhaus wird so oft überflüssig!
  2. Zudem haben Sie und Ihre Mitarbeiter in der Pflege einen Ansprechpartner, den sie bei Unsicherheit, Fragen, Erkenntnissen und Hilfebedarfen direkt kontaktieren und mit dem Sie das weitere Vorgehen besprechen können.
  3. Mitarbeiter in den Einrichtungen werden hier zu Netzwerkkoordinatoren: Sie managen die Aktivitäten der einzelnen Handlungsakteure. Dafür benötigen Sie Wissen über die Netzwerkarbeit und die Kompetenz, diese zu koordinieren.

Buchtipp:

Foto: PantherMedia / bluecups

Pflegemanagement

Hand in Hand arbeiten in der Palliative Care

In einer Palliativsituation ist besondere Sensibilität gefragt. Doch es muss auch vieles rundherum organisiert werden, damit der Betroffene möglichst gut aufgehoben ist: Ein Netzwerk ist gefragt.

Foto: Anastasia Taioglou - Unsplash

Sterbebegleitung

100 Dinge, die Sie über Palliativ Care wissen sollten

Das Buch von Ingrid Hametner über Palliative Pflege hilft, die schlimmsten Fehler im Umgang mit Sterbenden zu vermeiden. Ein Interview mit der Autorin

Foto: jens schuenemann jps-berlin.de

Palliativ

Begehrt: Pflegekräfte mit Palliativ-Weiterbildung

Nicht nur Hospize und Palliativ-Stationen brauchen spezialisierte Pflegekräfte. Auch in Pflegeheimen steigt die Nachfrage. 7 FAQs zur Palliativ-Weiterbildung

Foto: privat

Corona-Pandemie

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Besuchsverbote konnten Corona-Ausbrüche nicht verhindern. Was besser wirken könnte, erklärt Pflegewissenschaftlerin Gabriele Meyer vom Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM)

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