Corona-Pandemie

Uniklinik Münster: Jetzt müssen alle Mundschutz tragen

Die rund 12.000 Mitarbeiter bekommen seit dem 23. März zum Schutz vor Corona täglich am Eingang einen Mundschutz für ihre Schicht ausgehändigt

Inhaltsverzeichnis

Aktualisierung 24. März: Das Robert Koch-Institut empfiehlt Mundschutz für Mitarbeiter in der gesamten Altenpflege +++ Auch im Klinikum Osnabrück herrscht jetzt Mundschutzpflicht für alle Mitarbeiter von der Rezeption bis zur Pflege +++ Liest man die RKI-Empfehlung genau, dann müsste Mundschutzpflicht auch für alle Krankenhäuser gelten. Dort heißt es unter „Hinweise zu Prävention und Management von COVID-19-Erkrankungen in der stationären und ambulanten Altenpflege“ (Stand: 23.3.2020): „Bei der Versorgung vulnerabler Patientengruppen im Rahmen einer Pandemie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch das medizinische Personal aus Aspekten des Patientenschutzes angezeigt.“

Uniklinik Münster: Wenn immer mehr Mitarbeiter an Corona (Covid-19) erkranken

Von Pflegekräften über Ärzte bis zu Reinigungskräften werden jetzt alle Mitarbeiter die gesamte Schicht hindurch einen chirurgischen Mundschutz tragen. „Wir mussten zu dieser Maßnahme greifen, da wir mit immer mehr Kontaktfällen innerhalb der Mitarbeiterschaft konfrontiert waren. Ohne diese Maßnahme hatten wir die Sorge, dass wir in kurzer Zeit nicht mehr handlungsfähig gewesen wären“, sagt Pflegedirektor und Vorstand Thomas van den Hooven. Der Mundschutz ist jetzt Pflicht, auf der Internetseite des Klinikums heißt es unmissverständlich: „Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.“

Dauerhafter Mundschutz auch für Altenpflege zu empfehlen

Thomas van den Hooven empfiehlt anderen Krankenhäusern und auch Altenpflegeeinrichtungen, das Tragen eines Mundschutzes verpflichtend einzuführen - um die „Arbeitsfähigkeit der Institution“ aufrechtzuerhalten. „Vorausgesetzt natürlich der Mundschutz ist in ausreichender Menge vorhanden“, sagt der Pflegedirektor, der auch im Präsidium der Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sitzt. Auch wenn es bei Desinfektionsmittel kaum mehr Probleme gibt - „Mundschutz und Kittel in ausreichender Menge zu bekommen, ist augenblicklich nach wie vor kaum möglich.“

Trigema und Eterna fertigen jetzt Mundschutz aus Stoff

Doch nun werden wieder Mundschütze aus Stoff hergestellt. So hat der schwäbische Bekleidungshersteller Trigema wegen der Corona-Pandemie seine Produktion teilweise auf Mund- und Nasenschutz-Masken umgestellt, ebenso wie der Hemdenhersteller Eterna aus Passau. Dies berichtet das Magazin „CIO – IT-Strategie für Manager“ auf seiner Website. Die Mundschutzmasken aus Stoff können mit der Krankenhaushauswäsche bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.

Autorin: Kirsten Gaede

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