Tipp 8: Binden Sie Angehörige ein

Sie als Pflegekraft wissen genau, was, wie und wann in der Pflege zu tun ist. Aber holen Sie auch die Angehörigen an Bord, um Konflikte zu vermeiden: Erklären Sie ihnen Ihre Einschätzungen und Entscheidungen.

Ob sie nun jeden Tag, jeden Sonntag oder einmal im Monat zu Besuch kommen: Die Angehörigen – oder neutraler gesagt: die primären Bezugspersonen – sind oft der Lebensmittelpunkt des Klienten. Ohne diese Beziehung würde das Leben Ihres Bewohners verkümmern, sie bedeutet Zugehörigkeit, Liebe und Vertrautheit.

Tipps für die erfolgreiche Pflegekraft

Wie gehen ich mit Ärzten, Angehörigen und Kollegen um? Wie bereite ich ein Meeting vor? Wie vermeide ich Burnout? Schauen Sie in unsere Soft-Skill-Serie mit ihren fast 50 Tipps.
Artikel lesen >

Diese vielfältige und individuelle Beziehung bestand schon vor der Pflegebedürftigkeit. Sie zu stärken und zu unterstützen, ist eine Ihrer primären Pflegeaufgaben – genau so, wie Sie eine Pflanze regelmäßig gießen müssen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Angehörigen von Anfang in den Pflegeprozess einzubeziehen – vorausgesetzt, der Klient wünscht dies ebenso.

Das Zauberwort heißt Transparenz

Geben Sie Einblick in Ihre Entscheidungen und Ihre Beurteilung der Lage. Sorgen Sie für Durchblick. Das heißt konkret:

  • Sprechen Sie mit den Angehörigen über die Möglichkeiten und Grenzen Ihrer Arbeit, beraten und informieren Sie.
  • Fragen Sie nach Wünschen oder Erwartungen und gehen Sie auf diese, wenn möglich, ein.
  • Holen Sie Informationen zum (gemeinsamen) Leben vor der Pflegebedürftigkeit ein.
  • Zeigen Sie Ihren Respekt vor der Beziehung zwischen Klient und Angehörigem.
  • Bieten Sie bei Konflikten Ihre professionelle Unterstützung an.
  • Regen Sie Angehörige an, Pflegeaufgaben zu übernehmen.
  • Berücksichtigen Sie den Aspekt der sozialen Beziehungen in der Pflegeplanung.

Dokumentieren Sie Angehörigen-Gespräche

Einblick geben und Angehörige beteiligen – dies ist der entscheidende Punkt bei der Pflegeplanung. Das funktioniert, wenn Sie als verantwortliche Pflegefachkraft (oder sogar Bezugspflegekraft):

  • sehr gut über die konkrete Situation informiert sind
  • sich auf ein gemeinsames Gespräch mit dem Klienten und dem Angehörigen vorbereiten
  • Ihre Einschätzungen und Vorschläge weitergeben, wobei Sie gut daran tun, das Auffassungsvermögen von Klient und Angehörigen berücksichtigen.
  • sich auf das Wichtigste konzentrieren
  • bestimmte Aspekte der Pflegeplanung, wie die Kommunikationsfähigkeit, die Orientierung, die Sexualität, das Essen und Trinken, die Beschäftigung in den Mittelpunkt stellen
  • erklären, was Sie für richtig halten, nach Wünschen fragen, Informationen nutzen und sich mit Klient und Angehörigem absprechen. All das halten Sie dann schriftlich in der Pflegeplanung fest.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

Foto: v.l.n.r.:Kath. Hochschule Freiburg/APS/Kath. Hoschule Mainz

1. Welttag der Patientensicherheit

Im Namen der Patienten: Pflege braucht Hierarchien!

Pflegehelfer verteilen Medikamente und wechseln Verbände. Das kommt immer wieder vor. Weil manch Examinierte Angst haben, als arrogant zu gelten, wenn sie es untersagen

Foto: Damir Bosnjak (Unsplash)

Vorlesen im Heim

Bewohner haben keine Lust mehr auf Besinnliches ...

... sie wollen endlich lachen - Heilpädagogin Susann Winkler muss es wissen: Die Autorin von „Bitte 3 x täglich lachen“ hat jahrelang in Pflegeheimen in Großbritannien, Kroatien und Österreich gearbeitet

Foto: hydebrink - stock.adobe.com

1. Welttag der Patientensicherheit

Nachts Medikamente stellen? Besser nicht!

Der Umgang mit Medikamenten in den meisten deutschen Kliniken und Pflegeheimen lax organisiert. Der 1. Welttag der Patientensicherheit ist eine gute Gelegenheit dies zu ändern. Wie's klappen könnte, erklärt Medizinrechtler Tobias Weimer im Interview

Foto: ©mizina - stock.adobe.com

Creme, Shampoo & C0.

Pflege ohne Mikroplastik - das geht!

Umweltschutz ist auch in der Kranken- und Altenpflege ein Thema. Wenn es um Cremes, Shampoos & Co. geht zum Beispiel: Da können wir wunderbar Einfluss nehmen

Wir haben noch mehr für Sie!

Antworten und Impulse für die Pflegeprofession gibt es auch direkt ins Postfach: praxisnah, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für den pflegebrief an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.