Serie Soft-Skills

Tipp 6: Vier Wege zu mehr Achtsamkeit in der Pflege

Im Alltagsstress kann man schon mal den Faden verlieren: den falschen Klienten besuchen oder Abläufe im Wohnbereich durcheinanderbringen. Ruhe und Konzentration helfen – aber wie findet man sie?

Inhaltsverzeichnis

Jede Pflegekraft hat das schon erlebt: Statt in Zimmer 23 stürmt sie in Zimmer 32, statt zum Handtuch greift sie zum Waschlappen und statt dem Dienstplan für Mittwoch folgt sie dem Dienstplan für Montag. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Sie nicht mehr durchblicken, dass Ihnen alles zu viel wird und Sie manchmal nicht wissen, was als Nächstes kommt –, dann ist es Zeit für eine neue Haltung in der Pflege.

Durchatmen, Schultern lockern

Atmen Sie mehrmals durch, lassen Sie die Schultern fallen und schalten Sie mindestens einen Gang herunter. Denn eins ist klar: Sie werden nur erfolgreich Herrin über das tägliche Chaos, wenn Sie bewusst pflegen. Das ist keine leere Floskel, sondern ein ernst gemeinter Tipp mit gewaltiger Wirkung. Bewusst pflegen bedeutet das Gegenteil von gedankenloser Fließbandarbeit.

Bewusst pflegen

Nehmen Sie also Ihre Klienten tatsächlich wahr, mit allem, was diese mitbringen und sind. Schärfen Sie Ihre Sinne und erkennen Sie den Menschen, den Sie hier vor sich haben. Und im nächsten Schritt: Achten Sie auf eine individuelle, an der Lebenswelt des Klienten orientierte Pflegeplanung.

Planen Sie immer einen Tag voraus

Bewusste Pflege beginnt mit einer bewussten Planung: Bereiten Sie Ihren Arbeitstag vor. Machen Sie sich schon heute Gedanken über den morgigen Tag mit seinen zahlreichen Aufgaben. Aber seien Sie in dem Moment, in dem Sie bei Ihrem Klienten sind, mit allen Sinnen bei ihm. Denken Sie nicht an die Einkaufsliste oder daran, ob der Abholservice Ihrer Kinder vom Hort auch wirklich klappt. Seien Sie aufmerksam und wach.

Orientieren Sie sich an den Bedürfnissen des Klienten

Nutzen Sie die Nähe und den direkten Kontakt zu Ihrem Klienten, um intensiv die Beziehung zu ihm zu pflegen. Konzentrieren Sie sich auf das, was hier und heute notwendig ist, nicht auf das, was überflüssig ist. Bewusste Pflege ist Pflege, die sich an den Bedürfnissen Ihres Klienten orientiert.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

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Tipp 32: So arbeiten Sie konzentrierter

Weder Busfahrer noch Balletttänzerin darf sich ablenken lassen. Konzentration ist auch für Sie als Pflegekraft wichtig: Sie arbeiten effektiver und mit mehr Freude.

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Tipp 5: Schräge Rituale? Bleiben Sie locker!

Cola zum Frühstück, ein Bier vor Vier im Altenheim? Lassen Sie sich von den Ticks und Schrulligkeiten Ihrer Bewohner nicht irritieren. Freuen Sie sich stattdessen.

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Tipp 10: Familienstreit – lassen Sie sich nicht schockieren

„Eine schrecklich nette Familie" hieß einmal eine Fernsehserie. Im Pflegeheim scheinen einige Familien und Angehörige jedoch nur schrecklich zu sein. Ein Streit folgt dem nächsten. Wie gehen Sie damit am besten um?

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Tipp 24: Sie haben mehr Zeit, als Sie glauben

Keine Zeit - das ist so schnell dahin gesagt, auch im Pflegeheim. Doch leiden wir wirklich unter Zeitmangel? Es ist wichtig, dass wir unser persönliches Gefühl genau durchleuchten: Wo fehlt uns Zeit? Wie können wir die Zeit nutzen?