Serie Soft-Skills

Tipp 48: Zehn Gründe, weshalb wir Witze machen sollten

Lachen ist die beste Medizin. Das ist kein Spruch, das ist belegt. Und das Beste: Sie können es lernen. Lesen Sie, wie's geht.

Inhaltsverzeichnis

Lachen ist gesund, diese Erkenntnis so alt wie wahr. Neu hingegen ist, dass sich aus diesem Wissen ein ganzer Wissenschaftszweig entwickelt hat, die Gelotologie (gelos ist Altgriechisch und heißt Lachen). Die Gelotologie beschäftigt sich ganz ernsthaft mit den körperlichen Auswirkungen des Lachens. So wurde nachgewiesen, dass Humor und Lachen unter anderem ...

  • ... die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren (gegen den Herzinfarkt)

  • ... die körperliche Regeneration gegen den „Burn-out", das Erschöpfungs- syndrom fördern

  • ... die Muskulatur entspannen (gegen die typischen Zivilisationsverspannungen)

  • ... die Ausschüttung von Endorphinen fördern (gegen die chronische Unlust)

  • ... den Blutdruck senken (zur Vorbeugung gegen spätere Gefäßerkrankungen)

  • ... die Bronchien erweitern (gegen die Flachatmung und die Verschleimung)

  • ... Cholesterin abbauen (gegen den Diätwahnsinn)

  • ... gesunde Abwehrzellen aktivieren (gegen Krankheitserreger und geschädigte Zellen)

  • ... Immunglobuline und Zytokine vermehren (gegen Infektanfälligkeit)

  • ... die Selbstheilungskräfte aktivieren (gegen chronische Erkrankungen)

Lachen und Humor können Sie tatsächlich trainieren!

Das Gute dabei: Lachen und Humor sind sogar lernbar und trainierbar, also nicht reine Veranlagung. Die Schlussfolgerung liegt damit auf der Hand: Steigern Sie Ihre Fähigkeit zu lachen! So kann es gehen:

  • Oftmals reicht es schon, die Mundwinkel weit auseinander zu ziehen und an etwas Lustiges zu denken.

  • Oder ganz praktisch: Erzählen Sie Menschen, die Sie auf dem Weg zur Arbeit oder an Ihrem Arbeitsplatz treffen, einen Witz oder eine lustige Begebenheit.

  • Um den eigenen Fundus für Witze gefüllt zu halten, stöbern Sie gezielt nach Witzen, lustigen Geschichten oder witzigen Filmen, die Ihnen gefallen. Schauen Sie nicht streng, wenn nicht gleich alles so ist, wie Sie es sich wünschen. Ein Lächeln zaubert – auch bei Kritikäußerungen – Warmherzigkeit beim Gegenüber hervor. Hier noch ein paar praktische Ideen:

So bringen Sie Kollegen und Klienten zum Lachen!

  • Überraschen Sie Ihre Kollegen mit einer witzigen Idee: Ein Paket Gummibärchen zum Namenstag, einen wöchentlich wechselndes Comic im Fahrstuhl, ein lustiges oder ungewöhnliches Kleidungsstück, das Sie tragen.

  • Schauen Sie sich mit Mitarbeitern lustige Filme oder Theaterstücke an. Prämieren Sie den Witz der Woche, des Tages, der Besprechung.

  • Lassen Sie Ihre Kollegen über Cartoons und Karikaturen lachen, die Sie der innerbetrieblichen Geschäftspost beilegen, verzieren Sie Aushänge mit witzigen Zeichnungen.

Bleiben Sie trotz Humor-Offensive authentisch!

Selbstverständlich darf man seine Mitmenschen nicht nerven und wie ein Maschinengewehr Witze erzählen. Deshalb: Hören Sie zu, gucken Sie hin, lachen Sie mit, wenn andere etwas Lustiges, Witziges oder Spaßiges machen.

Was außerdem für Humor und Freundlichkeit im Alltag hilft

Weitere Tricks, mit denen Sie Ihre Mitmenschen zum Lachen bringen:

  • Lächeln Sie am Telefon, es kommt am anderen Ende der Leitung an.

  • Bringen Sie Ihre Kinder mit zur Arbeit: Es ist sehr interessant, was dann passiert. Manche Menschen wirken ganz plötzlich irgendwie menschlicher. Und nicht mehr so steif wie sonst. Wahrscheinlich, weil es schwierig ist, ernst und seriös zu wirken, wenn man von einem kleinen Menschen in bunter Kleidung niedlich angestrahlt wird.

  • Besuchen Sie mit Ihren Kollegen einen Theaterworkshop mit den Schwerpunkten Clown oder Improvisationstheater. Sie werden sehen, so viel haben Sie noch nie miteinander gelacht.

Humor in der Pflege erlaubt Ihnen Entspannung verbessert Ihre Beziehungen im Team und zu den Klienten. Mit Humor können Sie Stress und Angst besser bewältigen, auch die Angst vor dem Unbekannten, vor neuen Herausforderungen. Humor kann Pflegekräften auch dabei helfen, einen heilsamen Abstand zu ihrer Aufgabe aufzubauen – und ihnen somit auch helfen, sich selbst vor Stress und Überforderung zu schützen.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

Illustration: Andrea Wiedermann

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