Serie Soft-Skills

Tipp 36: Halten Sie es mit Udo Jürgens

„Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehen" - so heißt es in einer Schlagerzeile von 1982. Sie gilt auch für Pflegekräfte. Denken Sie in Ruhe nach: Was wollen Sie wirklich?

Heutzutage ist es „in”, sich persönliche Ziele für das Leben zu setzen. Machen Sie diesen Trend einfach mit. Wer sich regelmäßig über seine Lebensziele Gedanken macht, hat frühzeitig die Chance, sein Leben in die Bahn zu lenken, die Spaß und Zufriedenheit bedeutet. Lebensziele beflügeln und motivieren. Wer denkt, alles muss so bleiben wie es ist, versäumt, seine Träume zu leben. Nehmen Sie sich also Udo Jürgens zum Vorbild: „Noch niemals in New York oder auf Hawaii gewesen" heißt ein Lied von ihm, in dem er gleich die Antwort gibt: „Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehen." Dann also nichts wie hin!

Tipps für die erfolgreiche Pflegekraft

Wie gehen ich mit Ärzten, Angehörigen und Kollegen um? Wie bereite ich ein Meeting vor? Wie vermeide ich Burnout? Schauen Sie in unsere Soft-Skill-Serie mit ihren fast 50 Tipps.
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Weltreise, Marathon, Hausboot - alles ist möglich

Sie träumen davon, ein halbes Jahr im Ausland zu arbeiten? Warum nicht? Planen Sie es ein. Freuen Sie sich, eine andere Kultur und Sprache zu lernen. Ihr Herzenswunsch ist eine Weltreise – warum nicht? Sparen Sie, verkaufen Sie einen großen Teil Ihres überflüssigen Hausstandes, vermieten Sie Ihre Wohnung und fahren Sie los. Der Traum vom eigenen Hausboot? Er wird Sie beflügeln. Ein Marathon? Auch das ist zu schaffen und macht stark. Und es kostet kaum Geld. Ziele geben uns Richtungen für unsere eigenen Wege. Verlieren Sie neben den Lebensträumen auch Ihre Vorstellungen von einem gelungenem Arbeitsleben nicht aus den Augen.

Auf der Suche nach dem Traumjob

So könnte eine Zielsuche zum Thema Arbeitsplatz aussehen, etwa bei der Suche nach einem neuen Job. Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Welche Tätigkeit wollten Sie schon immer einmal ausüben?
  • Welche Fähigkeiten, welches Wissen benötigen Sie dafür?
  • Welche Aufgabe, welcher Tätigkeit reizt Sie schon lange?

Planen Sie Ihre Ziele kurzfristig, mittelfristig und langfristig

Und so kommen Sie Ihren Zielen für die nächsten Jahre oder für Ihr ganzes Leben näher: Setzen Sie sich hin, an einem schönen Ort, mit einem Glas Wein oder einer Tasse duftendem Tee. Nehmen Sie ein leeres Blatt und schreiben Sie in die Mitte „Ich will”. Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf und schreiben Sie sie auf.
Überlegen Sie in Ruhe, was Sie wirklich wollen!

  • kurzfristig – in den nächsten sechs Monaten
  • mittelfristig – in den nächsten ein bis zwei Jahren
  • langfristig – in den nächsten drei bis zehn Jahren.

Nutzen Sie die SMART-Formel

Wichtig: Beschränken Sie sich nicht, denken Sie einfach drauflos, verscheuchen Sie Einwände und Einsprüche. Für Abwägungen ist später noch Zeit. Jetzt geht es darum, Ihren Träumen auf die Spur zu kommen. Haben Sie einen Traum oder eine Idee aufgespürt, dann machen Sie daraus ein Ziel. Nutzen Sie das bekannte Format SMART aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP):

  • S = Spezifisch: Benennen Sie Ihr Ziel so konkret und unmissverständlich wie möglich.
    M = Messbar: An welchen Fakten erkennen Sie, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Formulieren Sie Ihr Ziel, dass später objektiv zu erkennen ist, ob sie es erreicht haben.
  • A = Attraktiv: Formulieren Sie das Ziel so positiv, so dass Sie einfach Lust haben, sich daran zu machen.
    Verwenden Sie aktive Verben, die Sie motivieren, Ihr Ziel anzupacken.
  • R = Realistisch: Benennen Sie Ziele, die Sie durch Ihr eigenes Verhalten beeinflussen können (meist der schwierigste Teil eines smarten Ziels). Die Ziele sollten machbar, aber auch herausfordernd sein.
  • T = Terminiert: Um die Zielkontrolle zu erleichtern, sollten Sie sich ein realistisches Datum setzen, wann Sie das Ziel erreicht haben wollen.

Fort mit den Zweifeln

Lassen Sie sich nicht verschrecken! Seien Sie unverzagt! Viele Menschen stehen sich selbst im Weg, indem sie sich zu schnell von Zweifeln erdrücken lassen. Sie glauben nicht an ihre Träume und Ziele, oder sie sind in ihrer Erziehung so geprägt, dass „man das nicht macht”.

Klären Sie also Ihre inneren Einwände. Meist gibt es im Familiensystem Bremsen, die verhindern sollen, dass wir erfolgreicher oder zielstrebiger sind, als es unsere Eltern waren. Holen Sie sich auf der anderen Seite Anregungen bei erfolgreichen und zielorientierten Menschen. Gucken Sie sich einfach ab, wie diese Menschen vorgehen.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

Serie Soft-Skills

Tipp 17: Wechseln Sie in die Schuhe Ihres Vorgesetzten

Alles eine Frage der Perspektive: Wenn die Interessen von Pflegekraft und Vorgesetztem aufeinanderprallen, hilft es weiter, wenn beide einmal die Perspektive des anderen einnehmen. Und das ist gar nicht so schwer!

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