Serie Soft-Skills

Tipp 35: Warum wir uns so oft ärgern

Wir finden tausend Gründe, uns zu ärgern: Ärger mit Kollegen, mit Vorgesetzten, mit Klienten. Oft liegt der Grund in uns selbst. Finden wir also die Quelle - und weg ist der Ärger!

Inhaltsverzeichnis

Geben wir es zu: Ärger kann einen Arbeitstag ganz schön vermiesen. Doch wie kommen wir gegen den oft unnötigen Ärger an? Manche von Ihnen kennen vielleicht das „Ärger-Modell”. Die Trainerin Paola Molinari hat es entwickelt. Sie stellte es in einer Coaching-Situation vor.
Die entscheidende Frage, um dem Ärger auf die Spur zu kommen, lautet für Paola Molinari: Warum ärgern wir uns eigentlich? Wo liegen die tieferen Gründe?

47 Tipps für die erfolgreiche Pflegekraft

Wie gehen ich mit Ärzten, Angehörigen und Kollegen um? Wie bereite ich ein Meeting vor? Wie vermeide ich Burnout? Schauen Sie in unsere Soft-Skill-Serie
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Typischer Ärger

Schauen wir uns einmal diese typischen Ärger-Situationen an:

  • Der Nachbar ärgert uns, weil ihn das Unkraut in den umliegenden Gärten stört.
  • Der Autofahrer vor uns ärgert uns, weil er so langsam fährt.
  • Die Kollegin ärgert uns, weil sie so viele Fehler beim Schreiben in der Dokumentation macht.
  • Die Klientin nervt uns, weil sie so langsam ist.

Der Ärger sagt viel über uns selbst

Seien wir ehrlich, eigentlich ärgern diese Menschen uns gar nicht, oft regen sie nur etwas in uns an. Paloa Molinari hat eine schlüssige Erklärung, warum wir uns ärgern. Wenn wir das wissen, ist es natürlich auch leicht, den Ärger abzustellen.

Es gibt in der Regel drei Gründe für persönlichen Ärger:

  • Der andere hat etwas, was wir auch möchten: Status, Macht, Besitztümer, Möglichkeiten. Wir beneiden ihn. Also: Der Nachbar ärgert uns, weil sein Garten üppiger blüht als unserer. Die Frau dort vorn ärgert mich, weil sie schlanker ist als ich ...
  • Der andere zeigt ein Verhalten, das ich selber gern loswerden würde. Er hält mir quasi einen Spiegel vor.
  • Der andere hat etwas, was mich an etwas Schmerzhaftes aus meiner Vergangenheit erinnert. Im Unterbewusstsein schlummern Abertausende von Erinnerungen, und eine unangenehme Erinnerung wird nun wachgerufen.

Sie sehen, es sind häufig gar nicht die anderen, die uns ärgern. Es ist ein kleiner Teil von uns selber, der gerade nach Beachtung ruft. Wenn wir das wissen, ist der Ärger schon so gut wie überwunden.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

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Tipp 3: Biografiearbeit verbessert die Kommunikation

Nutzen Sie den Schatz, der in den Erinnerungen Ihrer Bewohner verborgen liegt: Setzen Sie auf Biografiearbeit! Sie öffnet den Bewohner für Gespräche und fördert sein Wohlbefinden.

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

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Tipp 41: Vergiften Konflikte Ihre Arbeitsatmosphäre?

Oder kommunizieren die Pflegekräfte respektvoll und klar miteinander? Sie sind sich nicht sicher? Lesen Sie unsere 8-Punkte-Checkliste.

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Tipp 9: So beruhigen Sie wütende Angehörige

Seien wir ehrlich: Die liebe Tochter oder der liebe Sohn kann uns gelegentlich auf die Nerven gehen. Doch wer ihre Motive kennt, kann leicht deeskalieren.

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

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Tipp 34: Ärger und Missgeschick - wer weiß, wozu sie gut sind!

Eine Feier im Pflegeheim steht an, ein Kollege hat die Blumen vergessen, Sie selbst haben Ihr Redemanuskript verloren. Doch Missgeschicke bieten die Chance für Kreativität!

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