Serie Soft-Skills

Tipp 29: Schauen Sie bei Best-Practice-Beispielen ab

Wenn eine andere Pflege-Einrichtung gerade mit viel Aufwand neue Ideen zu einem neuen Standard zusammenfasst, müssen Sie diesen Aufwand nicht noch einmal treiben.

Inhaltsverzeichnis

Derzeit bewegt sich in der Pflegebranche vieles. Einige Einrichtungen haben erfolgreiche Veränderungen hinter sich, andere verharren noch, oft aus Angst vor dem Zeitaufwand. Doch es gibt viele Möglichkeiten, die Arbeit ohne Qualitätsverlust effizient zu gestalten.

Tauschen Sie sich aus, netzwerken Sie!

Hier kommt ein weiterer Tipp: Schauen Sie sich um! Nehmen Sie Kontakt zu anderen Einrichtungen auf und gucken Sie, wie dort mit dem Thema Zeitmanagement in der Pflege umgegangen wird. Treffen Sie andere Pflegekräfte – zum Beispiel auf Messen, Fortbildungen oder Kongressen – und tauschen Sie sich aus. Es ist immer wieder erstaunlich, was dabei an guten Ergebnissen herauskommt. Je weiter weg Sie suchen, desto größer werden auch die Erkenntnisse sein. Es muss nicht die Schwestereinrichtung des gleichen Trägers sein, ganz im Gegenteil.

Bündeln Sie Ressourcen!

Zeitsparend und kräfteschonend ist es, wenn Sie nicht jedes Rad neu erfinden. Gerade haben wir es wieder erlebt: Eine Pflegeeinrichtung erarbeitet einen hauseigenen Pflegestandard zum Thema Dekubitusprophylaxe. Damit sind viele Menschen viele Stunden beschäftigt. Gleichzeitig stellen wir als externe Berater fest, dass dieser Pflegestandard „suboptimal” ist, wie man derzeit so schön sagt. Vorschläge zur Verbesserung werden nicht angenommen, da zusätzliche Kosten für weitere Beraterstunden zu tragen wären. Stattdessen wird weiter entwickelt, auch wieder auf der Basis teurer Arbeitsstunden von Mitarbeitern in mittlerer oder höherer Leitungsebene, auch mit dem Qualitätsmanager.

Inhouse-Schulungen zusammenlegen

Das war Schritt 1. Die Schwestereinrichtung macht sich anderthalb Jahre später ebenfalls an die Erarbeitung eines hauseigenen Pflegestandards zum Thema Dekubitusprophylaxe. Das ist Schritt 2. Wieder fallen Arbeitsstunden an. Ein Austausch der beiden Einrichtungen kommt erst später. Eine Zusammenarbeit wäre effizienter und vermutlich auch effektiver gewesen. Über den Tellerrand gucken, sich auszutauschen, sich innerhalb und auch außerhalb des Trägers der Einrichtung zusammenzutun – das spart Zeit und Geld. Das gilt auch für Inhouse-Schulungen. Diese können Sie mit mehreren Einrichtungen zusammen gestalten.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)