Serie Soft-Skills

Tipp 20: Schluss mit dem Ärzte-Bashing!

Brechen wir heute einmal eine Lanze für einen Berufsstand, der einst vergöttert, heute aber oft kritisiert wird - der Arzt. Entwickeln Sie Verständnis für seinen oft komplizierten Berufsalltag - es wird auch Ihnen weiterhelfen!

Unser Nachbar ist Hausarzt. In einem privaten Gespräch über den Zaun hinweg wurde deutlich, welchen Herausforderungen er täglich ausgesetzt ist. Wir denken, dass dieses Wissen Verständnis schafft, wenn Sie sich dies als Pflegekraft bewusst vor Augen halten:

  • Jeder Arzt hat tagtäglich eine große Zahl von Patienten zu versorgen. Er muss innerhalb kürzester Zeit diagnostizieren, sich immer wieder auf ein anderes Gegenüber einstellen. Hinzu kommt ein hoher Anteil an administrativen Tätigkeiten.
  • Jeder Arzt hat täglich hypochondrische Menschen im Wartezimmer sitzen, die die
    Zeit für tatsächliche Patienten blockieren. Die Wartezimmer sind voll, das Telefon klingelt unablässig und eigentlich würde sich der Arzt gern viel mehr Zeit nehmen.
  • Die Anrufe aus Pflegeeinrichtungen kommen meist unverhofft und nicht immer sitzt am anderen Ende eine Pflegekraft, die klar und präzise erklären kann, worum es geht.
  • Der Arzt fühlt sich zerrissen zwischen seinen Patienten in der Praxis, den Hausbesuchen und Visiten in Pflegeeinrichtungen. Er muss ständig prüfen, was die höchste Priorität hat.
  • In der Medizin gibt es ständig neue Erkenntnisse und es ist für ihn kaum möglich, auf dem Laufenden zu bleiben. Gerade als Hausarzt braucht er einen guten Überblick über unterschiedlichste Krankheiten, Symptome, diagnostische Möglichkeiten, Medikamente und ihre Nebenwirkungen. Da ist er froh über kompetente Pflegekräfte, die in ihrem Fachgebiet up to date sind und ihr Wissen einbringen.
  • Er ist Arzt aus Leidenschaft und liebt seine Arbeit und er weiß um die hohen Anforderungen für Pflegende und die viel zu schlechte Bezahlung.

47 Tipps für die erfolgreiche Pflegekraft

Wie gehen ich mit Ärzten, Angehörigen und Kollegen um? Wie bereite ich ein Meeting vor? Wie vermeide ich Burnout? Schauen Sie in unsere Soft-Skill-Serie
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Wenn Ärzte also genervt, unwirsch, abweisend oder irritiert reagieren, sollten Sie auf keinen Fall gleich die Flinte ins Korn werfen. Bringen Sie etwas Verständnis für die Lage Ihres Gegenübers, des Arztes, auf, und sagen Sie dem Arzt auch, dass Sie seine Situation verstehen. Es wird Ihren Dankbarkeit einbringen und Ihre Kontakte mit dem Arzt spürbar verbessern.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

Serie Soft-Skills

Tipp 22: So flößen Sie Ärzten Respekt ein

Es gibt sie tatsächlich noch: Ärzte auf dem hohen Ross. Und Sie betteln dann demütig um Aufmerksamkeit? Nein, so geht es nicht. Schrumpfen Sie den Arzt auf Normalmaß zurück und machen Sie sich stark!

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

Kommunikation

Tipp 21: So gewinnen Sie den Arzt für sich

Auf den Arzt stürmen täglich tausend Anforderungen ein. Wie können Sie als Pflegekraft den Arzt auf Ihre Seite ziehen? Sie müssen den richtigen Ton treffen und Sie müssen klar sagen, was Sache ist!

Foto: Pflegeexperten-Center der Marienhaus Holding

Innovationsfonds-Projekt

Wo Pflegekräfte Hausarzt-Aufgaben übernehmen

Das gibt es jetzt erstmals in Deutschland: Besonders qualifizierte Pflegeexperten übernehmen in Rheinland-Pfalz (Kreis Ahrweiler) für Hausärzte Hausbesuche bei älteren, chronisch kranken Menschen

Foto: © Schlütersche - Andrea Wiedermann

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Tipp 19: So klappt die Zusammenarbeit mit dem Arzt

Ob Notfall oder Alltag: Viele Situationen wenden sich zum Guten, wenn Sie es schaffen, den Arzt auf Ihre Seite zu ziehen. Ein Kompliment kann da Wunder wirken. Wertschätzung heißt das Zauberwort.

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