Demenz

Tiere in Pflegeeinrichtungen – eine Win-Win-Situation für alle?

Tiere bereichern das Leben vieler Menschen. Sie machen uns glücklicher, sozialer, gesünder – das belegen zahlreiche Studien. Daher rückt auch das Thema Tiere in Pflegeheimen, Einrichtungen und sogar Krankenhäusern immer mehr in den Fokus. Das umfasst nicht nur speziell geschulte Tiere wie Hunde, die mit ihren Haltern zu Besuch kommen, sondern auch die Möglichkeit der Tierhaltung im Pflegeheim oder auch die umstrittenen Zuwendungsroboter.

Inhaltsverzeichnis

Mehr und mehr Einrichtungen ermöglichen es ihren Bewohnern, beim Einzug ihr geliebtes Haustier mitzubringen. So nimmt der Pflegebedürftige einen wesentlichen und emotionalen Bestandteil seines alten Lebens mit in das neue Leben. Das erleichtert nicht nur den Schritt in den neuen Lebensabschnitt, sondern sorgt auch künftig für Aktivierung und Tagesstrukturierung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Demenzbetroffene profitieren

Demenzbetroffene leben in einer Welt, die für gesunde Menschen oft schwer verständlich und zugänglich ist. Tiere haben besondere Fähigkeiten, einen Türöffner zu dieser Welt zu finden und die Tür zu den Betroffenen gewissermaßen aufzustoßen. Manchmal gelingt dies auch dort, wo menschliches Bemühen an Grenzen stößt. So können Tiere mehr Wärme, Lebensfreude und Lächeln in das Leben Demenzbetroffener bringen und manchmal sogar als Vermittler bei der sprachlichen und nicht sprachlichen Interaktion mit Pflegenden, Angehörigen oder anderen Heimbewohnern wirken. Nicht zuletzt regt die Tiergestützte Therapie alle Sinne des Pflegebedürftigen an und weckt Erinnerungen, zum Beispiel an frühere Erlebnisse mit eigenen Haustieren.

Zuwendungsroboter – So etwas gibt es?

Heutzutage besteht neben der Tiergestützten Therapie mit lebenden Tieren auch die Möglichkeit, sogenannte Zuwendungsroboter einzusetzen. Als Beispiel ist hier die Robbe Paro zu nennen, die versuchsweise in der Pflege und Betreuung der Demenzbetroffenen eingesetzt wird. Paro verfügt über eine taktile und akustische Sensorik, sodass sie auf Berührungen ebenso reagiert wie auf Geräusche.

Im Gegensatz zu lebenden Tieren hat die Maschine natürlich keine eigenen Bedürfnisse, benötigt keine Ruhephasen und muss nicht selbst versorgt werden. Doch sind die digitalen Kuscheltiere umstritten. Tiere als Spielzeug tragen die Gefahr der Infantilisierung in sich, befürchten manche Angehörige und Pflegende.

Trotzdem Bedenken?

Obwohl so viele Pflegebedürftige in Einrichtungen von der Anwesenheit von Tieren profitieren und Tiere sich auch ganz allgemein positiv auf das Klima in einer Pflegeeinrichtung auswirken, gibt es in einigen stationären Einrichtungen Bedenken. Dabei werden eine mögliche Arbeitsbelastung, zusätzliche Kosten, gesundheitliche Risiken (Hygiene, Verletzungsgefahr, Allergien) sowie die Möglichkeit, dass sich einzelne Bewohner gestört fühlen könnten, als Faktoren genannt.

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