Pflege und Politik

Professionelle Pflege wird sichtbar

Mit dem ersten Landes-Pflegetag, der am 3. Mai in Mainz stattgefunden hat, hat sich die rheinland-pfälzische Pflege in ihrer gesamten Vielfalt gezeigt.

Fast 1.200 Besucher haben sich ein Bild davon machen können, dass die Pflegenden im Land, den Weg der Professionalisierung ihrer Berufsgruppe weiter gehen möchten und dabei geholfen, dass Pflege immer sichtbarer wird.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob in ihrem Grußwort zu Beginn des Pflegetags die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der beruflich Pflegenden und die Notwendigkeit einer institutionellen Interessenvertretung in Form einer Pflegekammer hervor. Die Ministerpräsidentin betonte, dass sich die Landesregierung mit ihrer Pflegepolitik für die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung einsetze, die den Bedarfen der Zukunft gerecht werde.

Kammerpräsident Dr. Markus Mai freute sich zur Eröffnung über die hohe Teilnehmeranzahl. „Einen Landes-Pflegetag in dieser Form, hat es bisher noch nicht gegeben. Die Pflegenden in Rheinland-Pfalz nehmen die Herausforderung an, ihren Beruf in Zukunft selbst zu gestalten und damit wichtige Weichenstellungen ihres eigenen Berufes in die Hand zu nehmen. An der Pflege wird daher zukünftig im Gesundheits- und Sozialwesen niemand mehr vorbeikommen“

Das Programm war ausgerichtet an regionalen Projekten und innovativen Pflegeangeboten. Die unterschiedlichen Pflegesettings, unter anderem in der Akutpflege und der Langzeitpflege, wurden abgebildet. Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis berichteten über ihre Erfahrungen. Die Teilnehmenden waren intensiv eingebunden in den Dialog zur Entwicklung der anstehenden Fort- und Weiterbildungskonzeption der Landespflegekammer.

In den Fachvorträgen von Frau Prof. Dr. Gabriele Meyer und Herrn Dr. Heiner Friesacher gab es einen weiten Blick auf die Entwicklung der Pflege in Deutschland. Frau Sandra Mantz beleuchtete in der Mittagspause einprägsam die Relevanz unserer Sprache für die Sichtbarkeit unserer Fachkompetenz und eine gesundheitsfördernde Kommunikation.

Daneben gliederte sich das Programm des rheinland-pfälzischen Pflegetags in verschiedene wählbare Blöcke (Sessions), Fachvorträge, ein Symposium und die Möglichkeit des Besuchs der Fachmesse. Um ein vielseitiges Angebot zu schaffen und den Besucherinnen und Besuchern zu ermöglichen, Themen nach den jeweiligen Vorlieben und Interessen zu wählen, war die Möglichkeit gegeben, vormittags zwischen den Sessions 1-3 sowie dem Symposium und nachmittags zwischen den Sessions 4 bis 7 zu entscheiden.

Der Besuch der „Kammermeile“ bot allen Interessierten einen Überblick über die Arbeit der ersten Pflegekammer in Deutschland. Informationen, über die Möglichkeiten lebenslanges Lernen praxisnah zu gestalten fanden sich dort wie auch alternative Beschäftigungsfelder in der Pflege.

Außerdem präsentierten sich über 50 Aussteller aus allen Bereichen der Pflege, um Innovationen, neue Produkte und Weiterbildungsmöglichkeiten für Pflegende vorzustellen und zielgruppengenau die Berufsangehörigen zu erreichen.

„Dieser erste Pflegetag war auch ein Symbol für unser gemeinsames Engagement und eine Grundlage für die Positionierung unserer Forderungen und Anliegen darstellen. Spannende Diskussionen, engagierte Vorträge voll innovativer Ideen und kompetente Aussteller haben den ersten Pflegetag Rheinland-Pfalz zu einem rundum gelungen Veranstaltung gemacht. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder Pflege/Gemeinsam/Gestalten“, betont Mai.

Der 2. Pflegetag Rheinland-Pfalz findet am 17. April 2018 statt.

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