Rauchstopp

Mit dem Rauchen aufhören? 16 Tipps, die Ihnen helfen

Manchen Rauchern helfen bereits Sport und Ablenkung, um aufzuhören, andere schaffen es nur mit ärztlicher Unterstützung. Erfahren Sie, was genau Sie unternehmen können

Inhaltsverzeichnis

„Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht”, hat Mark Twain einmal gesagt. „Ich habe es schon hundertmal geschafft.” Ein nettes Bonmot. Trotzdem: Es ist tatsächlich völlig normal, dass es nicht gleich beim ersten Mal klappt. „Einfach den Rauchstopp versuchen – und das immer wieder, bis er gelingt. Es ist leider für viele so, dass mehrere Anläufe nötig sind. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen", sagt Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Interview mit pflegen-online.

Tipp 1: Holen Sie sich Unterstützung von Profis!

Auf eigene Faust aufzuhören ist möglich, aber viel schwerer als mit professioneller Unterstützung. Mit persönlicher, telefonischer oder Online-Beratung oder einem Kurs sind statistisch die Chancen, es dauerhaft zu schaffen, deutlich höher. Die meisten Angebote sind kostenlos, und mit vielen können Sie sofort starten. Eine umfassende Übersicht finden Sie auf der Homepage des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Tipp 2: Legen Sie den ersten nikotinfreien Tag fest!

Wählen Sie einen festen Termin. Legen Sie den Tag, an dem Sie das erste Mal ohne Zigarette sein wollen, klipp und klar fest. Schieben Sie diesen Tag nicht auf die lange Bank. In maximal 14 Tagen sollte die Stunde schlagen.

Tipp 3: Weg mit allem, das ans Rauchen erinnert

Räumen Sie alle Rauchutensilien aus Ihrer Umgebung und Ihrem Sichtfeld.

Tipp 4: Lenken Sie sich ab

Probieren Sie neue Beschäftigungen aus. Befassen Sie sich mit Dingen und Aufgaben, die Sie ablenken, wenn Sie ans Rauchen denken!

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Was stark abhängigen Rauchern beim Aufhören hilft und wie hoch die Erfolgsquoten sind, verrät Suchtexpertin Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Interview    

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Tipp 5: Tun Sie etwas für den guten Geschmack

Bereichern Sie Ihre Geschmacksnerven, indem Sie möglichst viel trinken. Trinken Sie neben Wasser auch Tees und Säfte in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

[Lesen Sie hier, in welcher Berufsgruppe es besonders viele Raucher gibt]

Tipp 6: Belohnen Sie sich

Belohnen Sie sich für Ihr Durchhaltevermögen! Schenken Sie sich etwas Schönes von dem Geld, das Sie bislang für Zigaretten ausgegeben haben. Damit können Sie sich enorm ermutigen!

Tipp 7: Sport macht glücklich

Bewegen Sie sich! Treiben Sie Sport! Bewegung schüttet Glückshormone aus, macht munter, lenkt ab und schenkt ein gutes Körpergefühl. Zudem beugen Sie leichten Gewichtszunahmen vor. Der Moment, an dem Sie mit dem Rauchen aufhören, ist der ideale Moment, sich neue Laufschuhe oder den Beitrag für ein Fitnessstudio zu leisten.

Tipp 8: Naschen Sie Gesundes

Gönnen Sie sich eine gesunde Ernährung. Naschen Sie zwischendurch viel Obst und Gemüse. Wenn Sie die Sehnsucht auf eine Zigarette packt, dann nehmen Sie ein zuckerfreies Kaugummi oder zuckerfreie Süßigkeiten zu sich.

Tipp 9: Machen Sie einen Bogen um Raucherecke & Co.

Schnell weg hier: Vermeiden Sie Situationen, in denen Sie früher geraucht haben. Wenn Sie beispielsweise immer eine Zigarette zum Kaffee geraucht haben, dann wechseln Sie jetzt zu Tee. Abgesehen davon werden Sie staunen, wie intensiv Sie plötzlich das Aroma von verschiedenen Teesorten wahrnehmen werden. Meiden Sie natürlich auch die Raucherecke für die Pause, gehen Sie lieber fünf Minuten in der Natur spazieren.

Tipp 10: Nicht ans Rauchen denken

Überkommt Sie das Verlangen zu rauchen, wenden Sie bewusst Ihre Aufmerksamkeit etwas anderem zu! Es bringt nichts, sich auszumalen, wie schön etwas wäre, das Sie eigentlich nicht mehr machen wollen! Richten Sie Ihre Gedanken also lieber auf etwas Schönes, das Sie mit gutem Gewissen und frohem Herzen tun können. Das kann ein Buch sein, ein persönlich sehr wirksames inneres Bild oder ein Duft. Diese Attacken dauern nur kurz und gehen vorbei – ob Sie rauchen oder nicht.

Tipp 11: Entzugserscheinungen sind ok

Sehen Sie die Bedeutung von Entzugserscheinungen in einem positiven Licht! Ihr Körper signalisiert Ihnen damit, dass er auf dem besten Wege ist, sich von den Belastungen des Rauchens zu erholen und sich zu reinigen! Freuen Sie sich darüber! Außerdem verschwinden diese Begleiterscheinungen bereits nach kurzer Zeit.

Tipp 12: Wenn es nicht anders geht: Kaugummi und Pflaster

Wenn Sie es kaum noch ertragen können und Sie meinen, ohne Nikotin nicht leben zu können, dann besorgen Sie sich in der Apotheke Nikotinpräparate, zum Beispiel Pflaster oder Kaugummi. Ihr Apotheker berät Sie gerne!

Tipp 13: Eine? Nein, keine

Bleiben Sie standhaft! Weder eine gute noch eine schlechte Nachricht oder Laune erlaubt es ihnen, „nur die eine Zigarette” zu rauchen. Die eine gibt es nicht, sie werden bald noch „eine” wollen und noch eine. Seien Sie stattdessen stolz auf sich! Belohnen Sie sich!

Tipp 14: Suchen Sie sich einen „Buddy“

Vielleicht hilft es Ihnen auch, einen „Vertrag“ mit einem guten Freund oder einer guten Freundin zu schließen, in dem Sie sich verpflichten, nicht zu rauchen. „Diese Art der Verbindlichkeit kann nützlich sein und die Motivation fördern“, sagt  Michaela Goecke von der BZgA. Experten nennen es auch Buddy-Prinzip.

Tipp 15: Wenn Sie es einfach nicht schaffen

Suchtexpertin Michaela Goecke empfiehlt Rauchern mit anhaltenden Entzugssymptomen (depressive Stimmung, Reizbarkeit, gesteigerter Appetit et cetera) einen Arztbesuch. Ärztinnen und Ärzte können mithilfe der Leitlinie der Fachgesellschaften „Rauchen und Tabakabhängigkeit“ entscheiden, ob etwa Nikotinersatzpräparate oder eine verhaltenstherapeutische Einzel- oder Gruppenbehandlung zu empfehlen ist.  

Tipp 16: Schauen Sie auf Ihren Erfolg

Genießen Sie jeden Tag im vollen Bewusstsein, dass sie frei sind und Zigaretten nicht mehr nötig haben! Jeder einzelne Tag hilft Ihrer Gesundheit, Ihren Mitmenschen und Ihrem Geldbeutel – Sie können sich über sich selbst freuen! Feiern Sie diesen Erfolg!

Kliniken, Heime, hört auf, Raucher zu bevorzugen!

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Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk) / Heike Dierbach

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