Urlaub und Erholung

Last-Minute-Tipp für Pflegekräfte: die Eifel

Der Sommer ist da und Sie haben noch keine Urlaubspläne? Wir haben unsere Leser gefragt und präsentieren Ihnen in loser Folge reizvolle Ziele, die leicht zu erreichen sind (mit Bildergalerie!)

Inhaltsverzeichnis

Eine Auszeit nehmen und auftanken, ohne dass man durch die Welt jetten muss: Die Eifel ist ein ideales Ziel für Erholung ohne Langeweile, meint die Krankenschwester und Pflegepädagogin Silke Doppelfeld. Sie hat einen Lehrauftrag an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) in Vallendar, außerdem arbeitet sie in Teilzeit auf der interdisziplinären Intensivstation des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler.

Mal wieder nur noch die Geräusche der Natur hören; weit genug weg von Städten sein, um den Sternenhimmeln so richtig funkeln zu sehen; sich ausarbeiten beim Wandern in der Wildnis; relaxen im Thermalwasser: Das ist die Eifel. Die Region zwischen Köln, dem Rheintal und der belgischen-luxemburgischen Grenze scheint wie geschaffen für Pflegekräfte, die Erholung für Körper, Geist und Seele suchen. Auch für Kinder gibt es in der Eifel viel Spannendes zu entdecken. Allerdings gibt es nicht „die Eifel“: Deren besonderer Reiz liegt in der Vielseitigkeit der regionalen Besonderheiten. Die Nordeifel mit ihrem Nationalpark lädt ein zu einprägsamen Naturerlebnissen. Die Ahr-Region bietet die Gastlich- und Gemütlichkeit einer Weinbauregion, die durch die Thermalquellen im Kurort Bad Neuenahr mit Wellness kombiniert werden können. Nur wenige Kilometer südlich schließlich beginnt die Vulkaneifel, in der vulkanische Aktivität nicht nur messbar, sondern auch für jedermann selbst erfahrbar ist.

Eintauchen in die Natur im Nationalpark Eifel

„Wald, Wasser, Wildnis“ ist das Motto des Nationalparks Eifel. Er dient dem Artenschutz bei Pflanzen und Tieren – und die Menschen lädt er dazu ein, in die Natur einzutauchen und zu erleben, wie sich der über lange Jahre forstwirtschaftlich genutzte Wald zurückverwandelt in einen Urwald. Über den „Wildnis-Trail“ können wanderfreudige Naturliebhaber in vier Etappen 85 Kilometer zurücklegen und die landschaftliche Vielfalt des Naturparks erleben. Die Unterkünfte an den geplanten Übernachtungsorten bieten den Service des Gepäcktransportes an, so dass nur mit leichtem Tagesrucksack gewandert werden kann. Wer „Faulenzertage“ mit einplanen will, der findet schöne Orte zum Verweilen, in denen Museen, Schwimmbäder oder Ausstellungen besucht werden können. Ein Anreiz für Pflegekräfte: Der Wildnis-Trail ist als anerkannter Bildungsurlaub buchbar!

Schlafen unterm Sternenhimmel

Lohnenswert ist auch ein Abstecher ins „Hohe Venn“, eines der letzten Hochmoore in Europa. Ein besonderes Highlight im Naturpark Hohes Venn, der sich unmittelbar an den Nationalpark Nordeifel anschließt, sind Naturlagerplätze, auf denen nach Anmeldung auf einem Holzplateau in der freien Natur des Parks gezeltet werden darf. Dort hört man nur noch die Geräusche der Natur und von dort aus lässt sich der Sternenhimmel eindrucksvoll erleben. Die Sinne kommen zur Ruhe und dann ist da nur noch der Wald. Der Nationalpark Eifel gehört auch zu den internationalen Sternenparks und in der Sternwarte in Vogelsang werden regelmäßig Veranstaltungen wie Sternwanderungen angeboten.

Fledermäuse in Weltkriegsbunkern

Auch Geschichtsinteressierte kommen in der Region der Nordeifel auf ihre Kosten. Auf geschichtlichen Wanderwegen können die Überreste des „Westwalls“ aus dem Zweiten Weltkrieg erkundet werden, die heute als wichtige Brutstätten für Fledermäuse dienen. So imposant wie fremd mutet die NS-Ordensburg „Vogelsang“ an: Sie wurde von den Nazis errichtet, um den „Führernachwuchs“ heranzuziehen, und gilt nach dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg als größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.

(Fahrrad-)Wandern in Deutschlands „Rotweinparadies“

Weiter südwestlich liegt das Ahrtal, das Kenner auch das „Rotweinparadies Deutschlands“ nennen. Schon die Römer mochten diesen Ort, wie man an der Ausgrabungsstätte einer römischen Villa sehen kann. Es heißt, sie brachten auch den Wein mit, weil sie ihr Lieblingsgetränk im kalten Norden nicht missen wollten und die sonnenempfänglichen Steillagen der Hügel zu nutzen wussten. Hier kann man auf landschaftlich eindrucksvollen Wegen auf dem Ahrsteig oder dem Rotweinwanderweg die Gegend erwandern. Wer lieber Fahrrad fährt, kann auch den Ahr-Radwanderweg von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein entlangradeln. Am Rhein angekommen, kann man mit der Fähre von Remagen nach Erpel übersetzen und auf die „Erpeler Ley“ klettern: einen vulkanischen Basaltfelsblock mit Panoramablick auf Eifel, Ahr- und Rheintal.

Thermalbäder: Fitness und Wellness, historisch und modern

In Bad Neuenahr sind zahlreiche Wellnessangebote zu finden. Auch kleinere Hotels verfügen oft schon über Sauna und Pool. Die „Ahr-Thermen“, ein Badepark unter moderner Zeltdach-Architektur, bietet Aquafitness, Mama-Workout, Saunazeremonien und Detox-Massagen. Ein Geheimtipp ist das historische Thermalbad in Bad Bodendorf, ein Freibad am Waldrand, in dessen dampfendem Wasser schon die Schauspiellegende Romy Schneider ihren Bahnen zog oder der Kabarettist Dieter Hildebrandt.

Schnupper-Roulette in Deutschlands ältestem Spielcasino

Auch die jüngere Geschichte hat hier ihre Spuren hinterlassen. Durch die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn entwickelte sich ein lebendiges kulturelles Angebot. In der Spielbank Bad Neuenahr, Deutschlands ältestem Spielcasino, kann jeder beim Schnupper-Roulette, Pokern oder beim Automatenspiel sein Glück versuchen. Im kalten Krieg gab es hier zudem einen geheimen Regierungsbunker, in den sich im Krisenfall die Bonner Bundesregierung zurückgezogen hätte. Dieses Relikt aus der alten Bundesrepublik kann heute besichtigt werden.

Vulkanische Aktivität gefahrlos selbst erspüren

Nicht weit vom Ahrtal entfernt findet man zahlreiche Zeugnisse vulkanischer Aktivität. Die erloschenen Vulkane sind inzwischen zu malerischen Seen geworden, den „Maaren“. Dort kann man im Sommer baden und verschiedene Arten von Wassersport treiben. Im wohl bekanntesten Vulkansee, dem Laacher See, kann man das Austreten von vulkanischen Gasen selbst beobachten. Geologisch interessierte Gäste können mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß ausgewiesene Vulkanrouten besuchen. Im Deutschen Vulkanmuseum „Lava-Dome“ in Mendig wird multimedial ein virtueller Vulkanausbruch inszeniert. Wer einmal den Laacher See besucht, sollte sich auf gar keinen Fall die Abtei Maria Laach entgehen lassen. Dieser spirituelle Ort lädt dazu ein, in der rund 800 Jahre alten romanischen Basilika innezuhalten und Abstand zum Alltag zu spüren.

Autorin: Silke Doppelfeld (Bearbeitung: Adalbert Zehnder)

Foto: Ocskay Bence - Fotolia.com

Altenpflege

Sensibles Handeln ist gefragt

Menschen, die bettlägerig sind und sich nicht mehr artikulieren können, brauchen vor allem eines: eine besonders sensible und empathische Pflege und Betreuung. 3 Fragen sollten sie sich hier stellen ...

Foto: animaflora - Fotolia.com

Pflegemanagement

Konfliktmanagement – 5 Lösungsstrategien, die Sie kennen sollten!

Ob Pflegepersonal, pflegende Angehörigen, MDK, Ärzte, Patienten/Klienten – als PDL sitzen Sie zwischen allen Stühlen und sind als Konfliktlöser gefragt. Fünf wirkungsvolle Strategien helfen Ihnen dabei.

Foto: Coloures-Pic - Fotolia.com

Pflegemanagement

Stellenanzeigen: Gehen Sie doch mal neue Wege!

Wie finden Sie eigentlich neue Pflegekräfte? Mit der guten, alten Stellenanzeige? Das allein genügt nicht mehr!

Foto: Kzenon - Fotolia.com

Recht

Bettlägerig, immobil und fixiert – was Juristen dazu sagen

400.000 Mal am Tag werden in Deutschland fixierende Maßnahmen bei Bettlägerigen eingesetzt und mit Gründen der Sicherheit gerechtfertigt. Und das häufig ohne das Einverständnis der Betroffenen. Doch was ist dabei eigentlich rechtens?

Wir haben noch mehr für Sie!

Antworten und Impulse für die Pflegeprofession gibt es auch direkt ins Postfach: praxisnah, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für den pflegebrief an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.