Pflege und Politik

Kassen sollen Behandlungspflege in Heimen voll übernehmen

Bayern Pflegeministerin Huml setzt auf mehr Selbstbestimmung Pflegebedürftiger.

Für weitere Pflegereformen wie mehr Selbstbestimmung Pflegebedürftiger und die vollständige Kostenübernahme der Behandlungspflege von Heimbewohnern hat sich Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) ausgesprochen.Derzeit wird ambulant versorgten Pflegebedürftigen neben den Leistungen der Pflegeversicherung auch die ärztlich verordnete Behandlungspflege wie I.V.-Injektionen, Wundbehandlung oder Dekubitusprophylaxe vollständig von ihrer Krankenversicherung erstattet. Dagegen müssen Heimbewohner einen Teil ihrer Behandlungspflege-Kosten selbst tragen, da die dafür den Heimen im Rahmen ihrer Pflegesätze gezahlten Festbeträge der Pflegekassen nicht ausreichen. Daher sollten Pflegebedürftige künftig unabhängig von ihrer Wohnform die gleichen Leistungen erhalten, forderte die Ministerin.

Mehr Selbstbestimmung

Ansonsten plädierte die CSU-Politikerin für mehr Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen. „Der Blick auf Pflegebedürftige ist oftmals durch Bevormundung geprägt. Aber auch diesen Menschen muss die Wahl gelassen werden, selbst über ihre Lebensgestaltung zu entscheiden", sagte Huml. Zudem sollten sie ihre Leistungen künftig verstärkt in Form von Budgets erhalten, damit sie sich ihre Pflege-Arrangements individuell zusammenstellen und z. B. mehr Unterstützungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen könnten.

Pflege und Management

Interview: Jutta König über Gewalt in der Pflege

In zehn Prozent der Heime kommt es nach einer aktuellen Studie oft oder gelegentlich zu Gewalt gegen Bewohner. Die Buchautorin der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erklärt im Interview, was dies für die PDL bedeutet.

Qualitätsmanagement

Was macht der MDK eigentlich alles?

Der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat zahlreiche Aufgabenfelder – die Begutachtung einer eventuell vorliegenden Pflegebedürftigkeit ist nur eine davon.

Pflegende Angehörige

Nötige Hilfsmittel ohne lästige Anträge

Pflegerische und medizinische Hilfsmittel erhalten anerkannt Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 seit Jahresbeginn 2017 wesentlich einfacher als zuvor. Das hat auch das unterstützende Engagement von pflegenden Angehörigen deutlich erleichtert.

Nordrhein-Westfalen

Strengere Auflagen für Nachtwachen

Nordrhein-Westfalens Heime müssen genügend Nachtwachen vorhalten. Das Gesundheitsministerium setzt auf Personaleinsatz nach Bedarf der Bewohner.