Pflegereform

Ich pflege, also bin ich … Pflegeperson?

Seit dem 1. Januar 2017 ist vieles anders geworden. Der Pflegebedürftigkeitsbegriff ist ebenso neu wie die Pflegegrade. Geändert hat sich aber auch der Begriff der Pflegeperson

Jeder, der pflegt, sieht sich ja eigentlich als Pflegeperson. In der Praxis ganz normal. Aber etwas missverständlich, weil das Gesetz für den Begriff der „Pflegeperson“ eine genaue Definition hat. Laut § 19 SGB XI gilt man seit dem 1. Januar 2017 offiziell als Pflegeperson, wenn man einen oder mehrere Pflegebedürftige mindestens zehn Stunden pro Woche nicht erwerbsmäßig pflegt bzw. umsorgt. Diese zehn Stunden müssen regelmäßig an zwei Tagen in der Woche anfallen.

Bis 2016 mussten es noch mindestens 14 Stunden Pflege wöchentlich sein, damit eine pflegende Person auch „Pflegeperson“ Kraft Gesetzes war.

Das hat auch einen versicherungstechnischen Hintergrund. Denn: Nur wer einen oder mehrere Pflegebedürftige nicht erwerbsmäßig und durchschnittlich zehn Stunden pro Woche (an zwei Tagen) pflegt, gilt als Pflegeperson und hat Anspruch auf die soziale Sicherung gemäß § 44 SGB XI.

Buchtipps:

Einstufung

Die neuen Module - kurz vorgestellt

Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff hat sich die Einstufung der Pflegebedürftigkeit verändert. Acht Module bilden den Rahmen, um den richtigen Pflegegrad zu ermitteln. Wir stellen sie kurz vor:

MDK

Zu Hause pflegen oder nicht?

Zu Hause gepflegt werden - das ist der Wunsch vieler Menschen, die pflegebedürftig werden. Doch nicht immer kann dieser Wunsch erfüllt werden. Es muss geprüft werden, ob die pflegebedürftige Person in der gewohnten häuslichen Umgebung gut versorgt ist. Das ist u.a. die Aufgabe des MDK.

Pflegende Angehörige

Nötige Hilfsmittel ohne lästige Anträge

Pflegerische und medizinische Hilfsmittel erhalten anerkannt Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 seit Jahresbeginn 2017 wesentlich einfacher als zuvor. Das hat auch das unterstützende Engagement von pflegenden Angehörigen deutlich erleichtert.

Pflegende Angehörige

Deutlich mehr Anträge auf Pflegeleistungen

Die bisher größte Pflegereform, das Pflegestärkungsgesetz II, hat seit Jahresbeginn erwartungsgemäß zu deutlich mehr Anträgen auf Pflegeleistungen geführt.

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