Pflegemanagement

Hand in Hand arbeiten in der Palliative Care

In einer Palliativsituation ist besondere Sensibilität gefragt. Doch es muss auch vieles rundherum organisiert werden, damit der Betroffene möglichst gut aufgehoben ist: Ein Netzwerk ist gefragt.

Bei Ihnen im Pflegemanagement laufen die Fäden zusammen. Es muss geprüft werden, was Sie erreichen möchten, wie die Ziele umzusetzen sind und wer dafür einbezogen werden sollte. Sie koordinieren die Netzwerkpartner wie Hausarzt und Palliativmediziner und haben im Blick, ob, wann und in welcher Reihenfolge Maßnahmen durchgeführt werden.

Diese Fragen helfen Ihnen dabei

  • Wer gehört zu den Netzwerkpartnern im ärztlichen Bereich? Welche Ärzte mit welchen Qualifikationen können im Bedarfsfall ergänzend zur Hausarztversorgung hinzugezogen werden?
  • Welche Ziele werden mit der Kooperation zwischen den ärztlichen Netzwerkpartnern angestrebt?
  • Wann wird der Palliativmediziner einbezogen? Wie wird geprüft, ob die Voraussetzungen aktuell gegeben sind?
  • Soll/Kann der Betroffene sofort in ein Palliativnetz eingeschrieben werden? Bedarf es hier bestimmter vorausgehender Handlungsschritte? Welche Voraussetzungen gibt es und wie werden diese geprüft?
  • Wie wird die Versorgung (z. B. die Anordnung von Medikamenten) zwischen den einzelnen behandelnden Ärzten aufgeteilt? Wer übernimmt etwa die Aufsicht über interaktive oder kumulative Auswirkungen bei einer Multimedikamentierung?
  • Gibt es Regeln oder Vorgaben? Sind diese im Kooperationsvertrag oder in einer Vereinbarung beschrieben oder bedarf es spezifischer Handlungen? In diesem Fall sollten sie beschrieben werden!
  • Wer evaluiert die Einzelleistungen und wer die Gesamtangebote? Gibt es z. B. regelhafte wöchentliche Treffen der Netzwerkpartner, bei denen perspektivvergleichend eine Reflexion der Situation und eine gemeinsame Planung des weiteren Vorgehens stattfinden? Solche Fallanalysen sollten dann ganz konkret geplant werden (Anlass, Gesprächspartner, Indikationen, Ziele; Protokoll).

Der Mensch im Fokus

Dabei ist immer zu beachten, welche Handlungen, Maßnahmen oder weiteren Netzwerkpartner die Situation des Betroffenen verbessern könnten und umgekehrt: ob einzelne Leistungen von Netzwerkpartnern abgesetzt werden sollten, weil der Betroffene nicht mehr von ihnen profitiert.

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