Kommunikation

Fremdsprachige Pflegebedürftige: 3 Tipps, wie Sie Sprachbarrieren besser bewältigen

Immer häufiger stammen Pflegebedürftige aus anderen Kulturkreisen. Das bedeutet große sprachliche Herausforderungen sowohl für Sie als Pflegefachperson als auch für Ihre Klienten. Die Kommunikationsexperten Dina und Christian Loffing zeigen drei Möglichkeiten, wie die interkulturelle Kommunikation besser gelingt.

Inhaltsverzeichnis

Bietet die Sprache keine gemeinsame Basis, sind Gespräche oft limitiert, unter Umständen sogar überhaupt nicht möglich. Pflegebedürftiger und Pflegeperson müssen diese Herausforderung gemeinsam meistern.

Sicher unterstützen Hände und Füße die nonverbale Kommunikation, jedoch bleiben auch hier oft noch Fragezeichen, weil so natürlich nicht alle wichtigen Details kommuniziert werden können.

Verständigungsprobleme erzeugen Unsicherheit und Angst

Mitunter hat dies zur Folge, dass Bewohner eines Pflegeheimes unverstanden bleiben und sich vollständig in sich zurückziehen, gar still vor sich hin weinen und sich hilflos fühlen, wenn sie kaum oder gar kein Deutsch sprechen.

Hilflos fühlen sich aber auch Ihre Mitarbeiter, die zwar freundlich und empathisch auf die zu betreuende Person eingehen können, aber nicht immer entscheiden können, was in ihr vorgeht. Eine für beide Seiten zufriedenstellende Kommunikation ist so kaum möglich.

Was können Sie dagegen unternehmen?

Interkulturelle Kommunikation: Seien Sie auf andere Sprachen vorbereitet!

Drei Tipps, um Sprachbarrieren zu meistern:

  1. Legen Sie eine Liste von Mitarbeitern Ihrer Einrichtung an, mit der jeweiligen Fremdsprache, die er oder sie spricht. So haben Sie die Möglichkeit, diesen Mitarbeiter auch einmal als Dolmetscher hinzuziehen. Dies zeigt auch dem Klienten, dass Sie sich um eine verständliche Kommunikation mit ihm bemühen. Sie zeigen auf diese Weise einen besonders wichtigen Respekt gegenüber Menschen anderer Kulturen.

  2. Nicht immer steht aber ein Dolmetscher zur Verfügung. Was dann? In diesem Fall ist es hilfreich, eine Liste mit den wichtigsten Vokabeln anzulegen. Eine solche Liste kann die Kommunikation in einer Fremdsprache erleichtern. Schlagwörter wie zum Beispiel Schmerz, Angst, Durst, Übelkeit usw. können hierbei sehr hilfreich sein.

  3. Es gibt inzwischen auch kleine Kataloge mit Bildern, auf die der Klient oder Sie zeigen können, wenn es um die grundlegenden Wünsche geht. 25 Untertitel in verschiedenen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Polnisch, Russisch und Arabisch) erleichtern die Verständigung. Ein solcher Bilderkatalog sollte für den Notfall immer bereitliegen.

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