Pflege und Politik

Franz Wagner ist neuer Pflegepräsident

Der DPR hat den DBfK-Bundesgeschäftsführer (Foto, Mitte) zum neuen Präsidenten gewählt. Stellvertreterinnen von Franz Wagner sind Irene Maier (VPU) und Christine Vogler (BLGS).

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Die Amtsperiode von Franz Wagner (60) beträgt vier Jahre. Er wurde einstimmig von der Ratsversammlung des DPR (siehe Foto) gewählt. Der bisherige DPR-Präsident, Andreas Westerfellhaus, wurde bereits einmal wieder gewählt und konnte sich deshalb satzungsgemäß nicht mehr zur Wahl stellen.

Franz Wagner ist Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe und Master of Science in Nursing. Seit 1999 ist er Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) in Berlin. Von 2005 bis 2009 war er 1. Vizepräsident des Weltverbands der Pflegeberufe ICN, seit 2006 Vizepräsident des Deutschen Pflegerates. Er ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Beiräten.

Bienstein: „International geschätzt"

„Wir freuen uns sehr darüber, dass der Deutsche Pflegerat mit Franz Wagner einen Präsidenten bekommt, der die allerbesten Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt. Seine hohe fachliche Expertise, seine langjährigen Erfahrungen in nationaler, europäischer und internationaler Pflegeberufspolitik sowie sein weltweites Netz an wertvollen Kontakten können der Weiterentwicklung der Pflege in Deutschland nur nützen“, sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein heute in Berlin. „Franz Wagner setzt sich seit Jahrzehnten mit großem persönlichem Engagement für die Interessen der professionell Pflegenden und der pflegebedürftigen Menschen ein. Er hat sich innerhalb der Berufsgruppe selbst, aber auch weit darüber hinaus hohes Ansehen erworben und wird international sehr geschätzt, seine Meinung und sein Rat sind gefragt.“

Wagner: „Arbeitssituation muss sich verbessern"

Franz Wagner selbst sagte zu seiner Wahl: „Ich freue mich auf mein Amt als Präsident des Deutschen Pflegerats und danke meinem Vorgänger, Andreas Westerfellhaus, für die wichtigen Weichen, die er für die professionell Pflegenden in den letzten acht Jahren gestellt hat. Das Thema Pflege und Pflegeberufe ist inzwischen in der Politik angekommen. Bei den beruflich Pflegenden ist aber davon noch kaum etwas zu spüren. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren als Deutscher Pflegerat immer wieder hingewiesen. Es ist dringend an der Zeit, dass sich die Arbeitssituationen der Pflegefachpersonen deutlich verbessern. Wir brauchen eine Kehrtwende in der Frage, wie wir in unserer Gesellschaft mit den professionell Pflegenden umgehen. Denn sie sind es, in deren Hände die heutige und die Pflege der Zukunft liegt.

DPR hat 16 Mitgliedsverbände

Neben der Wahl von Franz Wagner zum Präsidenten des Deutschen Pflegerats wurde heute turnusgemäß das gesamte Präsidium des Deutschen Pflegerats neu besetzt. Die Ratsversammlung wählte als Stellvertreterinnen von Wagner Irene Maier (Foto: l.v. Wagner) stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken (VPU), sowie Christine Vogler (Foto: r.v. Wagner), stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS). Mitglieder des Präsidiums sind jetzt außerdem:

  • Andrea Lemke (Bundesverband Pflegemanagement)
  • Yvonne Bovermann (Deutscher HebammenVerband)
  • Birgit Pätzmann-Sietas (Berufsverband Kinderkrankenpflege)
  • Rolf Höfert (Deutscher Pflegeverband)

Der Deutsche Pflegerat hat sich 1998 gegründet, um die Positionen der insgesamt 16 Mitgliedsverbände einheitlich darzustellen und die politische Arbeit zu koordinieren. Der Zusammenschluss soll außerdem die berufliche Selbstverwaltung fördern. Der DPR vertritt nach eigenen Aussagen als "Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung" insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigte der Pflege.

Quellen: DPR/DBfK

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