Lara-Luisa Eder
Foto: Bergs/Canva
Pflegekräfte herzlich willkommen: Coaching mit der Psychologin Lara Luisa Eder

Beruf und Karriere

Einladung zum kostenlosen Schnupper-Coaching

pflegen-online mit seinem neuen Angebot „MEINE KARRIERE“ lädt Sie zu einem Schnupper-Coaching mit der Psychologin Lara Luisa Eder ein. Lesen Sie im Interview, wie Sie mit einem Coaching Ihren Karriereweg finden (Anmeldung am Ende des Interviews)    

pflegen-online, MEINE KARRIERE: Frau Eder, Sie haben sich als Psychologin unter anderem auf Berufstätige in Pflegeberufen spezialisiert, bieten zum Beispiel Coachings für sie an. Nun denken viele beim Begriff Coaching vielleicht erst einmal an die freie Wirtschaft, an ManagerInnen, die sich für ihren Job fit machen wollen…

Lara Luisa Eder: …oder auch an Fußballer oder Sänger – ja, Coaching gibt es heute wirklich für viele Bereiche und Funktionen. Aber gerade in der Pflege ist Coaching sehr wertvoll.

Ich werde Sie auch gleich fragen, warum das so ist. Aber vielleicht erst einmal: Was ist Coaching überhaupt? Was erwartet mich, wenn ich zu Ihnen ins Coaching gehe?

Ich verstehe Coaching als eine Methode, die Menschen hilft, Selbstwirksamkeit zu erfahren. Das mag vielleicht erst einmal etwas theoretisch oder sperrig klingen, ist aber ein ganz grundlegendes Prinzip, denn es erlaubt uns, unser Leben zu gestalten. Fühlen wir uns selbstwirksam, können wir heraustreten aus der Opferrolle, heraus aus dem Gefühl, dass das Leben uns widerfährt oder geschieht, hinein in die Handlungsfähigkeit. Hierbei begleite ich als Coach Menschen für einen gewissen Zeitraum: Je nach Ziel versuche ich über Fragen oder Methoden, ihn oder sie zur persönlichen, individuell besten Lösung zu führen. Ich berate nicht, und ich gebe auch keine Ratschläge. Die Lösung liegt, so zumindest meine Haltung, meist in der Person, und ich helfe, sie zu finden.

Was bringt das den Menschen für ihre Karriere?

Zunächst erst mal: Die Karriere gibt es – zumindest nach meinem Verständnis – nicht. Von der Wortherkunft her handelt es sich bei Karriere (von lateinisch „carrus”, der Wagen, Anm. der Redaktion) um einen Fahrweg. Und das finde ich auch ein schönes Bild für ein Coaching: Ich helfe den Menschen, ihren eigenen Weg zu finden; ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie ihre persönliche Karriere aussehen könnte, die ihren ganz eigenen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Und diesen Weg dann auch zu gehen.

Wie läuft das konkret ab?

Die Klienten und Fragestellungen sind natürlich für sich einzigartig und sehr individuell. Und doch würde ich mit Blick auf den Berufsweg drei mögliche Grundsituationen ausmachen: Da gibt es die Klienten, die noch im Nebel stehen, wie ich gern sage. Die eine diffuse Unzufriedenheit in ihrem Job spüren, nicht glücklich sind, aber noch nicht wirklich benennen können, was genau sie stört – geschweige denn, was sie gern verändern möchten. Dann ist genau das Teil des Coachings: zu erarbeiten, was ein mögliches Ziel sein könnte. Hier geht es also darum, Klarheit zu gewinnen.

Dann gibt es die Menschen, die bereits einen groben Plan haben und große Lust darauf haben, Energie in ihren Weg zu investieren. Die vielleicht auch schon zwei, drei Schritte gegangen sind, aber über einen bestimmten Punkt nicht hinauskommen. Ich sage immer: Die haben es bis zur Brücke geschafft, kommen aber, aus welchem Grund auch immer, nicht hinüber. Für die kann ein Coaching hilfreich sein, um herauszufinden, was sie brauchen, um diese Brücke überqueren zu können.

Und dann begegnen mir auch immer wieder solche Menschen, die vielleicht neu sind in ihrem Beruf oder ihrer Funktion, die eine Frische mitbringen und Motivation, die ihre Kompetenzen ausbauen, mitgestalten wollen, aber noch nicht richtig wissen, wie. Auch ihnen kann ein Coaching helfen, ihren Weg zu finden.

Können Sie Beispiele geben, was in einzelnen Coaching-Sitzungen geschieht?

Es gibt verschiedene wissenschaftlich fundierte Methoden, die ich je nach Ausgangslage und Fragestellung anwende. So nutze ich etwa gern die Vision einer Pensionsfeier: Das heißt, ich bitte meine Klienten, sich vorzustellen, sie stünden kurz vor der Rente, wären auf ihrer beruflichen Abschiedsfeier, etwa auf ihrer Station im Krankenhaus. Welche Bilder kommen ihnen da? Und welche Emotionen? Vielleicht das Gefühl: Oh ja, ich habe alles erreicht, was ich wollte? Oder ein Bedauern über so viele verschenkte Jahre und Möglichkeiten? Davon ausgehend kann man gut eigene Ziele erarbeiten. Eine andere, rationalere Methode, etwa, wenn jemand schon weiß, wo er hin möchte, ist die Rückwärtsanalyse: Wenn jemand sagt, er oder sie möchte in zwei Jahren die Stationsleitung inne haben, dann überlegen wir ganz konkret: Was kann er zur Halbzeit dafür tun, und was bereits heute? Welche Fortbildung besuchen, wann das Gespräch mit der Vorgesetzten suchen, welche Argumente vorbringen? Hier geht es also ganz konkret darum, in die Handlung zu kommen. Und oft schauen wir auch Glaubenssätze an, die die Klienten an ihrem Vorankommen hindern oder zu ihrer Unzufriedenheit führen. Das können verinnerlichte Überzeugungen sein wie: Wenn ich dies oder jenes nicht perfekt erledige, bin ich nicht liebenswert. Oder: Ich muss immer helfen, immer einsatzbereit sein – wenn ich also den Dienst nicht übernehme, dann mögen mich meine Kollegen nicht mehr. Das sind ja gerade in der Pflege wichtige Punkte.

Dann wären wir jetzt also bei der Frage: Warum ist Coaching gerade in der Pflege so wertvoll?

Ich möchte vorwegschicken, dass ich nicht gern von der Branche als solcher spreche oder von dem Pflegemitarbeiter schlechthin. Wir Menschen sind alle verschieden. Und dennoch erlebe ich viele Beschäftigte in der Pflege, die altruistisch veranlagt sind, die zunächst anderen helfen möchten, bevor sie auf sich selber schauen. Die Folge: Sie geraten in eine Opferrolle, in eine Position des Duldens, viele brennen aus, sind erschöpft, werden krank.

Und hier kann Coaching helfen?

Oh ja! Im Coaching können sie die schon erwähnte Selbstwirksamkeit lernen. Sie können erfahren, dass sie handeln können, dass sie nicht erdulden müssen. Dass sie ihre eigene Karriere – und zwar als ihren eigenen Fahrweg und eben nicht zwingend als berufliches oder soziales Vorankommen –, also ihre Situation ein gutes Stück weit selbst gestalten können.

Zuletzt noch eine Frage zur Karriere: Braucht es denn wirklich eine bewusste Steuerung, um einen aufstrebenden Berufsweg, so man dies wünscht, zu erleben? Anders gefragt: Kann Karriere nicht einfach auch passieren?

Auf jeden Fall! Berufliche Chancen, das steht außer Zweifel, ergeben sich auch einfach auf dem Weg. Nur stellt sich die Frage: Nehme ich sie wahr? Erkenne ich sie? Und: Ergreife ich sie? Es können einem 'zig Chancen begegnen, die jedoch nichts bringen, wenn man sie ungenutzt verstreichen lässt. Genau hier aber setzt Coaching an: Es hilft, ein Bewusstsein zu entwickeln für Möglichkeiten und stärkt die Fähigkeit für den nächsten wichtigen Schritt: zu handeln.

Die Autorin Romy König führte das Interview mit Lara Luisa Eder, Psychologin (M.Sc.), Wissenschaftlerin im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie und Systemischer Coach

Anmeldung zum Schnupper-Coaching:

Melden Sie sich jetzt für unser kostenfreies Schnupper-Coaching mit Lara Luisa Eder am 22. Februar um 18:00 Uhr an! Mit Ihrer Anmeldung erhalten Sie zudem den kostenfreien Newsletter pflegebrief, der Sie unter anderem auch über Karrierethemen informiert.

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Unser Tipp: 

Starten Sie nach Ihrem Schnupper-Coaching direkt mit dem vollumfänglichen Online-Coaching. Dieses umfasst vier weitere Termine mit Lara Luisa Eder: 

  • Teil 1: 08.05.23, 18 - 19.30 Uhr 
  • Teil 2: 05.06.23, 18 - 19.30 Uhr 
  • Teil 3: 03.07.23, 18 -19.30 Uhr 
  • Teil 4: 07.08.23, 18 - 19.30 Uhr 

Bis zum 28. Februar erhalten Sie Ihre Teilnahme zum Frühbucherrabatt: Early-Bird-Ticket: 375,00€ 

Danach beträgt der Preis 650,00€ (für Mitglieder des Frauennetzwerk TOP-Management Pflege 500,00€). Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt.. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind und Ihre Anmeldung erst nach unserer schriftlichen Bestätigung verbindlich ist. Sie möchten sich anmelden? Schreiben Sie uns an info@pflegen-online.de

Referentin Lara Luisa Eder 

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 Lara Luisa Eder ist Psychologin (M.Sc.), zertifizierte systemische Business Coachin und Wissenschaftlerin.
Foto: privat
 Lara Luisa Eder ist Psychologin (M.Sc.), zertifizierte systemische Business Coachin und Wissenschaftlerin.

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