Kommunikation

Der Weg zum fähigen Team

Was macht eigentlich ein gutes Team aus? Mit der richtigen Teamarbeit gelingt es Ihnen, die Zusammenarbeit Ihres Teams zu optimieren.

Mitte er 1960er-Jahre fanden Psychologen heraus, dass effektive Teams aus Personen bestehen, die psychisch auf Distanz bleiben und sich nur auf die Aufgabe konzentrieren. Teamfähig ist also, wer gemeinsam mit seinen Kollegen gegen Probleme kämpft, nicht gegen Menschen. Teamfähig ist, wer ein Problem selbst dann mit anderen optimal löst, obwohl er die anderen überhaupt nicht leiden kann.

Ja, das wäre wünschenswert, aber – wie so oft – sieht die Realität anders aus: Gute Teams sind in der Praxis selten. Der Normalfall sind Reibungsverluste, Konkurrenz, Neid, Missachtung von Absprachen, fehlende oder unklare Leitungsstrukturen, unklare Aufgabenteilung oder Unzuverlässigkeit bei der Aufgabenteilung. Unbestreitbar haben Teams Vorteile. Funktionsfähige Teams sichern den Erfolg eines Unternehmens.

Werden Sie ein gutes Team

Wenn Sie ein gutes Team werden wollen, sollten Sie sich vor der Teamarbeit folgende zentrale Fragen stellen:

Was sind unsere Ziele und Aufgaben?

  • Was wollen wir tun?
  • Was ist das (gemeinsame) Ziel?
  • Welche Ziele setzen wir uns / wurden uns vorgegeben?
  • Die wichtigsten Kriterien für Ziele sind: realistisch, überprüfbar und erreichbar.

Wer übernimmt welche Rollen im Team?

  • Welche Aufgaben hat das einzelne Teammitglied?
  • Welche Qualifikation, Stärken, Erfahrungen bringt die Einzelne mit?
  • Wer ist wofür zuständig und mit welcher Kompetenz (Rollenverteilung)?
  • Was braucht die Einzelne, um ihre Aufgabe erfüllen zu können (Informationen, Weiterbildungen, Material, Voraussetzungen etc.)?

Welche Regeln der Zusammenarbeit wollen wir uns geben?

  • Wie wollen wir zusammenarbeiten, damit wir unsere Arbeitsziele erfüllen (Verhalten!)?
  • Worauf legen wir Wert? Worauf wollen wir achten?
  • Was muss jede tun, damit wir unsere Zusammenarbeit als optimal erleben?
  • Wie schaffen wir Freiraume zu Reflexionen über die Zusammenarbeit?

Gesunde Kommunikation durch regelmäßige Besprechungen

Die wichtigste Ressource im Team sind regelmäßige Besprechungen. Gute Kommunikation ist charakterisiert durch Offenheit, Ehrlichkeit (verbunden mit Taktgefühl), Sensibilität für die Bedürfnisse anderer sowie gegenseitiges Vertrauen, das befähigt, sowohl Verletzlichkeit als auch Stärke

miteinander zu teilen. Und: Es braucht auch Kommunikation nach außen. Das Team sollte mit Fachleuten von außerhalb Kontakt aufnehmen und sich mit ihnen beraten.

Interdisziplinäre Teams: noch unüblich

Zur Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen werden etwa sehr unterschiedliche Teams eingerichtet. In Heimen sind die beteiligten Team-Mitglieder in der Pflege von Sterbenden hauptsächlich Pflegekräfte, Haus- und Fachärzte, EA-Koordinatorin oder Ehrenamtliche, Pastoren, Ergotherapeuten, evtl. auch Küchenmitarbeiter und Verwaltungsangestellte. Es ist wohl unbestritten, dass interdisziplinare Palliativteams effektiver darin sind, die Bedürfnisse von Bewohnern und ihren Angehörigen zu identifizieren. Doch diese Teams sind eben auch „unüblich“, d. h. sie müssen zunächst, wie alle neuen Teams, arbeitsfähig werden. Sollen Lernprozesse und Veränderungen nachhaltig wirken, so brauchen sie Zeit für Experimente und Reflexionen. Diese Teams sind angewiesen auf Menschen, die bereit sind, ihre eigenen Routinen und Standpunkte zu erkunden und relativieren.

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