Proud to be a Nurse

Den Kopf in den Sand stecken, bringt nichts

Beate Sietmann appelliert an ihre Kollegen, gemeinsam etwas zu verändern. Trotz allem sei der Pflegeberuf der schönste der Welt.

Beate Sietmann (52) ist Stationsleitung auf einer chirurgischen Station in Münster-Hiltrup. In unserer Umfrage beim Deutschen Pflegetag hat sie fünf Fragen beantwortet.

Was macht Sie stolz auf Ihren Beruf?

Dass ich mein ganzes Wissen und die Erfahrungen bei meinen Patienten anwenden kann und ihnen dadurch helfen kann.

In welchen Momenten mögen Sie Ihren Beruf besonders gern?

Es ist die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird. Sei es ein Blick oder eine Geste – wenn klar wird, dass die Patienten dankbar sind, dass ich da bin.

Wenn Sie eine Sache verändern könnten: Was wäre das?

Mehr Zeit für die Patienten – damit man seinen eigenen Ansprüchen auch gerecht werden kann.

Warum besuchen Sie den Deutschen Pflegetag?

Um mich zu informieren – was gibt es neues, was macht die Politik, wie sehen die Perspektiven aus – und wie kann ich mich selber einbringen.

Gibt es eine Botschaft an den Nachwuchs, die Sie gerne loswerden möchten?

Es ist der schönste Beruf der Welt, auch wenn die Situation gerade schlecht ist. Aber das ändern wir nur, wenn wir es gemeinsam anpacken und den Mut haben, etwas zu ändern. Den Kopf in den Sand zu stecken, bringt uns nicht weiter.

Interview: Jens Kohrs

Foto: Kati Borngräber

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