Corona-Virus

Corona: Erste Krankenhäuser mit Besuchsverbot

Ein ausdrückliches Besuchsverbot wegen Corona gibt es unter anderem in der München Klinik, im Klinikum Nordfriesland und im Klinikum Region Hannover (KRH)

Inhaltsverzeichnis

Lesen Sie auch unseren aktuellen Kommentar von heute, Montag, 16. März:

DENKT AN DIE PFEGEKRÄFTE: BESUCHSVERBOT JETZT!

Auf der Website des kommunalen Verbunds München Klinik heißt es: „Wir bitten darum, in der aktuellen Situation in München auf Patientenbesuche ganz zu verzichten. Alle Fach- und Patientenveranstaltungen bis 19.04.2020 sind abgesagt.“ Ebenso streng formuliert es das Klinikum Nordfriesland: „Wichtige Info: Das Klinikum Nordfriesland hat aufgrund der aktuellen Infektionssituation in Deutschland als Vorsichtsmaßnahme einen Besucher-Stopp in den Kliniken Husum, Niebüll und Föhr erlassen. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten möglich. Das Klinikum bittet um Beachtung und um Verständnis!“ Ein weiterer großer kommunaler Klinikverbund mit Besuchsverbot: Das RKH in Baden-Württemberg mit seinen Standorten in Ludwigsburg, Bietigheim-Vaihingen, Marbach, Mühlacker, Bretten, Neuenbürg. Markgrönigen, Bruchsal.

In ganz Wien und Tirol Besuchsverbot

Damit folgen die ersten deutschen Krankenhäuser dem Österreichischem Vorbild: Dort sind nach Informationen des Fernsehsenders ORF in Wien, der Steiermark, dem Burgenland und Tirol „Besuchsverbote in Spitälern“ verhängt.

Helios bitte Familien und Freunde, auf Besuch zu verzichten

Etwas weniger streng regelt der Helios-Konzern (88 Krankenhäuser) die Besuche: „Bitte reduzieren Sie Ihre Besuche in unserem Haus im Sinne der Eigenverantwortung und der Verantwortung für andere so weit wie möglich! Sie helfen damit, das Ansteckungsrisiko einzudämmen.“ Eines der ersten Krankenhäuser mit dieser Empfehlung war das Klinikum Region Hannover, dort hieß es schon seit 28. Februar: „Wir bitten alle Angehörigen und Freunde, ihre Besuche von im KRH stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten auf ein Mindestmaß reduzieren.“ Seit gestern (12. März) herrscht im KRH nun auch, so wie in der München Klinik und im Klinikum Nordfriesland Besuchsverbot.

DKG gegen einheitliche Regelungen

Ein einheitliches deutschlandsweites Besuchsverbot (oder regionales wie in Österreich) hält die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) nicht für sinnvoll. „Es ist besser, die Krankenhäuser steuern das Verbot oder die Einschränkungen selbst, denn sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Situationen und haben ganz unterschiedliche Patienten. Viele Häuser haben jedoch den Besuch schon deutlich eingeschränkt, etwa auf einen Besucher pro Patient pro Tag“, sagt DKG-Sprecher Joachim Odenbach. Ein Beispiel dafür ist die Uniklinik Münster (UKM).

Helios hebt Handyverbot auf

Eine weitere Variante gibt es bei Helios: Dort besteht ein explizites Besuchsverbot für Angehörige und Freunde „mit Erkältungssymptomen“. Das Handyverbot hat Helios dafür „in den für Besucher und Patienten zugänglichen Bereichen“ aufgehoben. „So ist es Ihnen leichter möglich, mit Ihren Lieben Kontakt zu halten“, heißt es bei Helios.

Autoren: Kirsten Gaede/Evelyn Griep

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