Feiern trotz Frühdienst

15 Tipps gegen Kater

Schon vor Monaten haben Sie zugesagt, die Party wird sicher grandios – und dann das: Frühschicht am 1. Januar. Diskutieren zwecklos. Absagen? Nein, es wird gefeiert! Mit diesen Tipps klappt's

Inhaltsverzeichnis

1. Kennen Sie Ihre Grenzen!

Alkohol zu trinken muss nicht zu einem Besäufnis ausarten. Doch dazu muss man die eigenen Grenzen kennen und respektieren. Zu einem Rausch komme es, je nach Getränkeart natürlich, meist nach etwa vier Gläsern (bei Frauen), so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Männer vertragen in der Regel ein Glas mehr, bevor auch bei ihnen der Rausch einsetzt.

2. Seien Sie kein Ja-Sager

Doch Achtung: Gerade in geselligen Runden ist das Limit schnell überschritten: Sei es, weil ständig nachgeschenkt wird, etwa auf einer privaten Feier, sei es, weil regelmäßig jemand an die Bar geht und fragt: Kann ich Dir noch etwas mitbringen? Wappnen Sie sich, sagen Sie nicht automatisch ja.

3. Wundermittel Wasser

Wichtig ist: Greifen Sie nicht aus reinem Durst zu alkoholhaltigen Getränken. Trinken Sie, wenn Sie Durst verspüren, besser erst einmal Wasser oder Fruchtsaft. Ohnehin sollten Sie beim feucht-fröhlichen Feiern zwischendurch bewusst immer wieder ein Glas Wasser oder Schorle zu sich nehmen, rät die BZgA: „Das bremst nicht nur den Alkoholkonsum, es gleicht auch den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus.“

4. Genießen Sie langsam

Die BZgA empfiehlt auch: Lassen Sie sich Zeit beim Trinken von Alkohol, spülen Sie das Glas Sekt nicht einfach so in sich hinein. „Wer das Getränk hinunter schüttet, wird von der Wirkung des Alkohols überrascht.“ Nehmen Sie also bewusst kleine Schlucke. Auch ein guter Trick: Setzen Sie das Glas nach jedem Schluck ab und stellen Sie es auf den Tisch oder Bartresen. Guter Nebeneffekt: Wer langsam trinkt, bekommt nicht so rasch wieder ein neues Getränk angeboten oder aufgedrängt.

5. Kein Wodka, kein Korn

Was auch zum nächsten Tipp führt: Genießen Sie Longdrinks, Finger weg von hochprozentigen Weg-Kipp-Getränken wie Schnaps oder Wodka. Und: Nehmen Sie besser nicht an Trinkspielen teil.

6. Feiern – auch ohne Alkohol

Oder lassen Sie es gleich ganz sein. Nein, nicht das Feiern. Aber das Mehrprozentige. Denn ganz ehrlich: Brauchen Sie es wirklich? Das Schummrige, Wummrige in Bauch und Kopf? Und das Risiko von Kopfschmerzen am nächsten Morgen? Sind nicht Freunde, Musik, Lachen, die Vorfreude auf das Neue Jahr die wahren Hochprozentigen? Lassen Sie sich vom Zauber Silvesters beschwipsen, und empfangen Sie das Neue Jahr frisch und clean. Und so geht’s:

7. Ginger Ale statt Gin

Sind Sie auf einer privaten Feier eingeladen oder schmeißen selbst eine Party, bieten Sie alkoholfreie Drinks an oder bringen Sie die Zutaten dafür mit. Aus Orangensaft, Kirschsaft, Zuckersirup und einem frischen Eigelb lässt sich etwa der Cocktail „Winterexot“ zaubern (siehe auch Links zur Rezeptesammlung unten); selbst der Drink-Klassiker „Sex on the Beach“ lässt sich ohne Alkohol mixen: mit Pfirsichsirup, Zitronensaft, Grenadine sowie Ananas- und Orangensaft. Besonders lecker wird er, wenn Sie frisch gepressten O-Saft verwenden. Auch Ginger Ale, Bitterlemon, Maracuja- und Preiselbeersaft sind feine Zutaten für einen leckeren Virgin-Drink, Kokosmilch oder Sahne liefern auf Wunsch den cremigen Appeal.

7. Seien Sie klar und geradeheraus

Ihre Freunde finden Ihre Enthaltsamkeit nicht cool? Wollen dennoch, dass Sie trinken? So wehren Sie charmant und bestimmt ab: „Ich trinke heute nicht.“ Vier Worte, so schwer ist das nicht. Klare Entscheidungen brauchen nicht viel Gerede. Sondern eine feste Stimme, einen festen Blick, innere Überzeugung. Je mehr Sie erklären und argumentieren, desto mehr Futter für Gegenargumente liefern Sie.

8. Schummeln erlaubt

Sie bekommen sie trotzdem zu hören? Diese „Ach-komm-ein-Glas“-Ermunterungen? Mogeln Sie: „Ich hatte schon zwei Gläser (auch wenn Sie bislang konsequent bei Cola und Tonic Water geblieben sind), mein Limit ist erreicht.“

9. Zeit schinden

Auch das ein guter Trick bei – vor allem hartnäckig vorgebrachten – Getränkeofferten: vertrösten. „Erst einmal nicht, Danke“, „vielleicht später“. Ein Ausweichmanöver, das Ihnen Zeit verschafft – und wenn Sie Glück haben, vergessen die Drängler Sie vielleicht sogar. Und Sie können weiter in Ruhe Ihren Orangensaft genießen.

10. Vorteile im Blick

Oder Sie drehen den Spieß um und weisen auf die Vorteile einer alkoholfreien Silvesternacht hin:

  • Vorteil 1: Nüchtern, wie man ist, darf man Auto (wahlweise Mofa, Motorrad, Fahrrad) fahren und muss nicht mit hundert anderen Menschen um die ohnehin raren Taxen wetteifern.
  • Vorteil 2: Man ist am nächsten Tag fit. „Nach einem Rausch fühlt man sich in der Regel müde, matt, unwohl und schlecht“, sagen die Experten der Oberbergkliniken, die auf Alkoholerkrankungen spezialisiert sind. „Der Körper wurde schließlich vergiftet – am nächsten Tag sind die Anzeichen dafür nicht zu verkennen.“ Das braucht keiner!
  • Vorteil 3: Man tut seinem Körper etwas Gutes: Der Verzicht auf Alkohol (wie übrigens auch auf Zucker oder Weißmehl) erleichtert dem Stoffwechsel grundsätzlich die Arbeit und lässt ihn besser funktionieren, sagt Ernährungswissenschaftlerin Katrin Kleinesper. Das gilt natürlich vor allem langfristig, etwa in einer 30-Tage-Challenge, die Kleinesper in ihrem Buch beschreibt (siehe Links unten), wenn man also die schädlichen Stoffe etwas länger von seinem Ernährungsplan streicht. Auch gut zu wissen: 1 Gramm Alkohol enthält immerhin sieben Kalorien.
  • Vorteil 4: Man kann sich am nächsten Tag an die vergangene Nacht erinnern.

11. Tschüss, Katerchen!

Und wenn alle guten Vorsätze nicht gereicht haben – und Sie sich doch ein oder zwei Gläschen zu viel gegönnt haben? Starten Sie bewusst in den darauffolgenden Tag: Gymnastische Übungen bringen den Kreislauf in Schwung. Es muss nicht gleich der fünffache Sonnengruß sein, ein ordentliches Dehnen und Strecken reicht schon, um die Durchblutung anzukurbeln und dem Körper zu sagen: Hörst Du? Ich brauch Dich heute.

12. Trinken!

Sorgen Sie für Getränkenachschlag! Allerdings natürlich: mit Wasser. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit, die müssen Sie nun nachliefern. Füllen Sie also Ihre Flüssigkeitsdepots auf, trinken Sie ordentlich Mineralwasser oder Tee. Doch seien Sie vorsichtig mit O-Saft und Co: Zitrusgetränke enthalten Säure, die den ohnehin vielleicht schon angegriffenen Magen weiter reizen kann. Auch gut: Eine Tasse Kaffee hilft gegen den Brummschädel; Brennnesseltee beruhigt den Magen.

13. Der Entgiftungsdrink

Ein Rezept für einen Detoxdrink hat Ernährungscoach Kleinesper parat: eine Möhre, 50 Gramm Mango, einige kernlose Weintrauben in einen Mixer geben, auf Wunsch noch etwas Mineralwasser dazu, „und – das ist der Trick – noch einen Esslöffel Leinöl, Algenöl oder Fischöl, die liefern wertvolle entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren“ – fertig ist der nährstoffreiche Kickstarter für den Neujahrstag.

14. Könnte ich bitte mal das Salz haben?

Alkohol entzieht nicht nur Wasser, sondern zudem Mineralien, also auch Salz. Sie verspüren plötzlich eine unbändige Lust auf Hering oder Makrele? Geben Sie dem Verlangen nach, ja, ruhig auch zum Frühstück. Kein Fisch im Haus? Probieren Sie es mit ordentlich gewürztem Rührei oder einer guten Bouillon.

15. Seien Sie gut mit sich

Vergeben Sie sich. Ja, Sie haben über die Stränge geschlagen, ja, Ihr Kater knurrt beträchtlich. Aber damit zeigt er Ihnen Ihre Grenzen, lenkt Sie wieder in geordnete Bahnen – so wie Bauchweh nach einem Zuviel an Schokolade. Sie müssen heute bei der Arbeit nicht die kniffligsten Aufgaben lösen, nicht die schwierigsten Gespräche führen. Denn das ist das Gute: Morgen ist auch noch ein Tag. Das neue Jahr – es hat doch gerade erst begonnen.

Weitere Tipps

Anleitung für eine 30-Tage-Detox-Challenge ...

... und weitere leckere Rezeptideen gibt die Ernährungswissenschaftlerin Katrin Kleinesper in ihrem Buch: Die Metabolic-Detox-Kur. humboldt-Verlag, 2019. Auf ihrem Blog www.sportandfood.de hat sie weitere Tipps rund um Bewegung und gesunde Ernährung parat.

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