Pflege und Praxis

15 Prozent aller Pflegebedürftigen sind suchtkrank

Wie können Fachkräfte in der ambulanten und stationären Pflege sowie in der Suchthilfe suchtkranke ältere Menschen bestmöglich begleiten und behandeln?

Eine neue Arbeitshilfe zur „Teilhabe älterer suchtkranker Menschen“ für die ambulante und die stationäre Pflege haben der Gesamtverband für Suchthilfe e. V. (GVS) und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e. V. (DEVAP) veröffentlicht.

Wie können Fachkräfte in der ambulanten und stationären Pflege sowie in der Suchthilfe suchtkranke ältere Menschen bestmöglich begleiten und behandeln? Fast jeder siebte Kunde von ambulanten Diensten und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, 15 Prozent aller Pflegebedürftigen, gilt laut Studien heute als suchtkrank. Obwohl etwa der übermäßige Alkoholkonsum zu schwerwiegenden Folgen wie erhöhter Sturzgefahr, abnehmenden geistigen Fähigkeiten, Organschäden und verzerrter Medikamentenwirkung führt, werde der Suchtmittelmissbrauch häufig noch als Randthema behandelt, bemängeln die Fachleute von DVS und DEVAP. Ähnliches gelte für den riskanten oder abhängigen Konsum von Tabak und Medikamenten.

Suchthilfe

Wer den besonderen Bedürfnissen suchtgefährdeter Älterer gerecht werden wolle, brauche dafür sensibilisierte, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeitende in der Alten- und in der Suchthilfe. Beide Fachbereiche sollten sich mehr austauschen und voneinander lernen, sind sich die Autoren der Arbeitshilfe einig. Nach ihren Angaben verbindet ihre Handreichung für Fachkräfte in der Altenpflege und in der Suchthilfe erstmals die Perspektiven ihrer Handlungsfelder und fördert insbesondere die Teilhabe suchtkranker Älterer in beiden Bereichen.

Als kostenlosen Download finden Sie die Arbeitshilfe „Teilhabe älterer suchtkranker Menschen“ hier