Änderungen 2018

12 gesetzliche Änderungen, auf die Sie sich freuen können

Viele Beiträge sinken 2018, einige Zuwendungen steigen und Steuerregelungen werden einfacher. Aber das ist längst nicht alles ...

Inhaltsverzeichnis

Höherer Mindestlohn in der Pflege

Der Mindeststundenlohn in der Pflege steigt von 10,20 Euro im Westen und in Berlin auf 10,55 Euro. Im Osten wird er auf 10,05 Euro, statt bisher 9,50 Euro erhöht.

Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung sinken

Der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer für die gesetzliche Krankenversicherung allein aufbringen, wird von durchschnittlich 1,1 auf 1,0 Prozent gesenkt. Den Beitrag legt jedoch jede Kasse selbst fest. Fragen Sie daher bei Ihrer Kasse nach Ihrem konkreten Beitragssatz.

Rentenbeitrag sinkt

Zum Jahreswechsel sinkt der Beitrag um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Als Arbeitnehmer zahlen Sie somit nur noch 9,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die Rentenkasse ein – die andere Hälfte trägt, wie gehabt, der Arbeitgeber.

Mehr Kindergeld

Das Kindergeld steigt: Für die ersten beiden Kinder wird es monatlich auf jeweils 194 Euro (bisher 192 Euro), für das dritte Kind auf 200 Euro (bisher 198 Euro) und für jedes weitere Kind auf 225 Euro (bisher 223 Euro) festgelegt.

Höherer Grundfreibetrag

Ab dem 01. Januar 2018 erhöht sich der steuerliche Grundfreibetrag von bisher 8.820 Euro auf 9.000 Euro für jeden Steuerpflichtigen. Eheleuten oder eingetragenen Lebenspartnern steht das Doppelte zu.

Leichtere Steuererklärung

Wenn Sie Ihre Steuererklärung in 2018 für das Steuerjahr 2017 abgeben, müssen sie erstmals keine Belege mitschicken. Aber heben Sie sie auf! Denn das Finanzamt kann die Belege im Nachhinein noch anfordern.

Automatische Steuerklassenkombination IV/IV für Paare

Wer nach dem 1. Januar 2018 heiratet, wird automatisch in die Steuerklassenkombination IV/IV eingruppiert – unabhängig davon, ob beide Partner berufstätig sind oder nicht. Ehe- und eingetragene Lebenspartner können zwischen drei Steuerklassenkombinationen wählen:

Steuerklasse IV/IV

  • Steuerklasse III/V

  • Steuerklasse IV/IV mit Faktor

Verpartnerte und verheiratete Paare können einmal im Jahr die Steuerklasse wechseln. Dazu muss ein Antrag beim zuständigen Finanzamt spätestens am 30. November gestellt werden. Neu hierbei ist, dass Ehegatten oder Partner mit der Steuerklasse III oder V ab 1. Januar 2018 allein und ohne Einverständnis des Ehegatten oder Partners den Steuerklassenwechsel in die Kombination IV/IV beantragen können.

Gleicher Lohn für Männer und Frauen

Der Gesetzgeber macht einen Anfang, Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern transparenter zu machen. Arbeitnehmer*innen in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern haben Anspruch auf die Auskunft, wie hoch die Bezahlung ihrer Kollegen*innen bei einer gleichartigen Tätigkeit ist.

Besserer Mutterschutz

Studentinnen, Schülerinnen und Auszubildende genießen seit 1. Januar 2018 auch Mutterschutz. Durch das Gesetz wird ferner der Kündigungsschutz verbessert und Arbeitgeber werden verpflichtet, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen für Schwangere angemessen umzugestalten. Außerdem gilt ein neues Genehmigungsverfahren für die Nachtarbeit während der Schwangerschaft.

Betriebliche Altersversorgung

Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz will auch Mitarbeitern kleiner Betriebe den Zugang zu einer Betriebsrente erleichtern.

Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente wird künftig höher ausfallen. Ab 1. Januar 2018 wird die „Zurechnungszeit“ schrittweise um drei Jahre verlängert. Bisher wurde die Rente so berechnet, als wäre bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet worden. Das wird nun geändert und soll bis zum Jahr 2024 auf 65 Jahre angepasst sein.

Online-Einkäufe ohne Kreditkartengebühr

Europaweit gelten ab dem 13. Januar 2018 einheitliche Regelungen zum Zahlungsverkehr. Danach dürfen keine gesonderten Gebühren durch Online-Händler mehr bei Kreditkartenzahlung verlangt werden.

Autorin: Isabel Romy Bierther

Pflege und Management

Bewegung beim Gehalt: Erhalten Sie auch mehr Geld?

Bei der Bezahlung und den Tarifverträgen für Pflegekräfte bewegt sich was. Die Diakonie zahlt jetzt bundesweit 2,7 Prozent mehr, das Gehalt in der Uni-Klinik Leipzig steigt um7,3 Prozent, der Pflegemindestlohn wird 2018 auf 10,55 Euro im Westen und 10,05 Euro im Osten angehoben. Und Bremen wertet die Altenpflege mit einem trägerübergreifenden Tarifvertrag auf.

Pflege und Politik

Die modellhafte Beratung kommt nicht in Gang

Die geplanten Nachbesserungen am Pflegestärkungsgesetz (PSG) III reichen nach Ansicht von Kritikern nicht aus, um eine gute Zusammenarbeit von 60 Modellkommunen und Kassen zu erreichen.

Interview: 100 Tage im Amt

Andreas Westerfellhaus und der Exodus der Pflegekräfte

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, zieht eine erste Bilanz: Ohne grundlegende Veränderungen, ohne Querdenken ist der Exodus der Pflegekräfte nicht aufzuhalten.

Pflege und Management

Kampfansage an Mitbewerber

Nach den Pflegekräften, jetzt auch die Hilfskräfte: Münchenstift GmbH hebt die Gehälter an.