Vorfahrt für sichere Arbeitsplätze in der Pflege!
bpa fordert die Entfristung des dritten Umschulungsjahres

(06.07.2010)
bpa
Am 5. Juli fand im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Beschäftigungschancengesetz statt. Dabei ging es u.a. auch um die Förderung des dritten Schuljahres bei Altenpflegeumschülern. Nach dem Gesetz wird das letzte Umschulungsjahr nur bis Ende dieses Jahres gefördert. „Ein verheerendes Signal mit dramatischen Folgen!“, so Bernd Meurer. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) fordert die Entfristung des dritten Umschulungsjahres. An die Bundesregierung richtete Meurer den dringenden Appell: „Machen Sie endlich den Weg frei! Vorfahrt für sichere Arbeitsplätze in der Pflege!“

Angesichts des bereits bestehenden und sich noch verschärfenden Fachkräftemangels in der Pflege setzt sich der bpa seit langem dafür ein, dass Umschüler, die sich für den Zukunftsberuf in der Altenpflege ausbilden lassen, anständig abgesichert werden und die Umschulungskosten vollständig übernommen werden.

„Wir bilden in der Altenpflege jedes Jahr 44.000 Menschen aus. Das ist viel zu wenig“, sagt der bpa-Präsident. „Wir werden in den kommenden zehn Jahren 300.000 weitere Mitarbeiter in der Pflege benötigen, um die Pflege sicherzustellen.“

Bereits jetzt gebe es keine verfügbaren, zusätzlichen Pflegefachkräfte mehr. Der bpa-Präsident sagte, er sei sehr froh, dass Heinrich Alt, der Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit (BA), ihm aktuelle Zahlen aus der BA-Statistik geliefert habe. Demnach gibt es in Deutschland rund 4.000 examinierte Altenpflegekräfte, die arbeitssuchend sind. Von den Einrichtungen gemeldet seien deutlich über 8.000 freie Stellen. Meurer weist aber darauf hin, dass viele Einrichtungen ihre freien Stellen dem Arbeitsamt gegenüber inzwischen nicht mehr melden.

„Wir haben heute schon keine Fachkräfte mehr und die Pflegebedürftigkeit in Deutschland wird noch zunehmen.“

Der Altenpflegeberuf sei bestens geeignet für Wiedereinsteiger. Er biete Frauen, die nach dem aktiven Familienleben wieder in den Beruf einsteigen wollten, ideale Voraussetzungen. Meurer verweist darauf, dass sich auch viele Menschen für eine Umschulung in der Altenpflege entschieden, die aus Berufen kommen, für die es in Deutschland keine Chance mehr gibt. „Die Umschüler können im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung dann nochmal einen Beruf erlernen, von dem wir heute schon sagen können, der wird morgen mehr denn je gebraucht werden. Wir haben einen hohen Bedarf und der Beruf ist absolut zukunftssicher.“

Quelle: bpa - Bundesverband privater Anbieter Sozialer Dienste e.V. (www.bpa.de)





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