Attraktive Ausbildung und Studium an der Hochschule für Gesundheit in Bochum
Die Hochschule für Gesundheit in Bochum ist die erste staatliche Hochschule für Gesundheitsberufe in Deutschland, die ab dem Wintersemester 2010/11 grundständige Studiengänge im Bereich der Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie anbieten wird. Sie ist Teil des Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen und eröffnet ihren Studierenden weitreichende Perspektiven im Wachstumssektor Gesundheitswesen.
Der Pflegebereich ist für den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ein Wachstumssektor innerhalb der prosperierenden Gesundheitswirtschaft. Aktuell sind landesweit rund eine Million Menschen im Gesundheitssektor beschäftigt. „Diesen Jobmotor werden wir mit neuen Studiengängen noch stärker ans Laufen bringen“, sagte Laumann Anfang Mai an der Hochschule für Gesundheit auf dem Gesundheitscampus in Bochum anlässlich der Übergabe des Genehmigungsbescheides für die geplanten Modellvorhaben.
Über die Akademisierung sollen Pflege- und Gesundheitsfachberufe für junge Menschen noch attraktiver werden. „Das ist in einer Zeit besonders wichtig, in der ständig der Fachkräftemangel in der Pflege herbeigeredet wird“, so der Minister. „Es ist doch besser, neue Studienangebote zu schaffen und die Ausbildungsangebote zu verbessern, als die Einführung einer „Greencard“ für Pflegekräfte zu fordern. Wenn von einigen Verbänden und Trägern ein Fachkräftemangel beklagt wird, anderseits in der Pflege immer stärker auf Zeitarbeit gesetzt wird und in den Krankeneinrichtungen und 2 Pflegeeinrichtungen die Teilzeitquoten steigen, passt irgendetwas nicht zusammen!“
„Mit den neuen Modellstudiengängen haben wir in Nordrhein-Westfalen bei der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe bundesweit die Nase vorn“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann. Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen auf dem Gesundheitscampus NRW eine Fachhochschule ausschließlich für Gesundheitsberufe gegründet.
Die Hochschule für Gesundheit in Bochum wird ab dem Wintersemester 2010 mit Modellvorhaben in den Bereichen der Alten- und Krankenpflege, Hebammenkunde, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie starten. Die Studierenden bekommen neben einem ersten akademischen Abschluss, dem Bachelor, auch einen Berufsabschluss. Die theoretische Ausbildung findet ausschließlich an der Hochschule für Gesundheit statt. Alle Modellvorhaben werden durch ein Kerncurriculum verbunden, damit die Studierenden die angrenzenden Professionen kennenlernen. Sie bekommen auch dieselbe praktische Ausbildung, beispielsweise in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, wie jede andere Fachkraft auch. Die Teilnehmer werden nicht zu Theoretikern, sondern erhalten neben der soliden praktischen Ausbildung auch einen akademischen Hintergrund. Dieser soll sie noch besser befähigen, den Berufsalltag durch lebenslanges eigenes Lernen zu meistern.
Von den neuen Studiengängen sollen der gesamte Berufsstand, die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen aber insbesondere auch die Patienten und Pflegebedürftigen, profitieren. „Wir werden damit nicht nur die Akademisierung in den Gesundheitsfachberufen vorantreiben. Die Modelle liefern uns auch wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Berufsausbildungen und der Berufsgesetze.“, erklärte der Minister.
Weiterführende Informationen:
Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (
www.mags.nrw.de)
Die Redaktion bedankt sich bei P. Grimm (www.dienstplan-garage.de) für den Hinweis auf dieses Studienangebot.