Der Erfahrungsbezogene Ansatz der Demenzpflege richtet sich nach den Leitkonzepten Wirksamkeit (Effektivität) und Vereinfachung (Effizienz und Praktikabilität) zwecks Erreichung eines möglichst geringen Belastungsniveaus bei den Demenzkranken und Mitarbeitern (Prinzip der Stressreduktion). In der Praxis der Pflege Demenzkranker haben sich folgende Konzepte bewährt:
- Das Modell der Wiederholungen auf zwei Ebenen: Pflege und Milieu basieren auf ständigen Wiederholungen (Verstetigungsansatz) gemäß dem Ansatz der Anpassung (Konditionierung oder Gewohnheitslernen) und dem Ansatz der biografischen Orientierung (Konzept der Schlüsselreize) verbunden mit einem neuropathologischen Erklärungsansatz als Bezugsrahmen.
- Verschiedene Kompensationsmodelle: Stimulusanpassung (u. a. Regulierung der Umweltreize), Ablenkungs- und Beruhigungsstrategien (u. a. intuitive Vorgehensweisen) und Modelle der Verdichtung und Verstetigung sozialer Nähe (u. a. das Modell Präsenzmilieu).
- Die Person-Umwelt-Passung: Die demenzspezifische Gestaltung der Lebenswelt gemäß der hierarchisch strukturierten Zwischenabhängigkeit (Interdependenz) von Pflege-, Sozial- und räumlich-physischen Milieukomponenten. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der Verhaltenssicherheit und die Erweiterung der Handlungskompetenz im Umgang mit Demenzkranken.
In eintägigen Fortbildungsveranstaltungen und Workshop mit teils unterschiedlicher Schwerpunktsetzung (Basisqualifizierung, Furcht und Unsicherheit und Pflegeverweigerung) werden diese Konzepte in folgenden Städten im Jahr 2010 vermittelt werden:
- Berlin (25. 02.)
- Ismaning bei München (18. 03.)
- Stuttgart (14. 04.)
- Kiel (26. 04.)
- Frankfurt am Main (18. 05.)
- Hannover (02. 06.)
- Bremen (16. 06.)
- Haan im Rheinland (07. 07.) und
- Nürnberg (22. 07.).
Veranstalter und Referent:
Sven Lind – Gerontologische Beratung in Haan.
Weitergehende Informationen unter:
freenet-homepage.de/Sven.Lind/