Caritas: Jobmotor Pflege nicht ausbremsen
Bundesregierung will drittes Umschulungsjahr nicht mehr finanzieren

(27.07.2010)
Caritas
Münster (cpm). Gegen die Pläne der Bundesregierung, die Finanzierung des dritten Umschulungsjahrs für Pflegeberufe durch die Arbeitsagentur auslaufen zu lassen, wendet sich die Caritas in der Diözese Münster: "Der Jobmotor Pflege wird mit solchen Entscheidungen ausgebremst", kritisiert Bernhold Möllenhoff vom Diözesancaritasverband Münster.

Das 2008 im Rahmen des Konjunkturpakets aufgelegte und bis 2010 befristete Programm zur Umschulung Arbeitsloser habe sich als sehr erfolgreich erwiesen und müsse verlängert werden. Gerade auch die "lebensälteren Menschen", die den Weg der Umschulung wählen, würden in der Pflege gebraucht. "Mit Berufsanfängern allein werden wir den absehbaren Personalbedarf längst nicht stillen können", sagt Möllenhoff.

Der Argumentation der Regierung, dass die Finanzierung des dritten Jahres von den Bundesländern und den Ausbildungsträgern sichergestellt sei, kann Möllenhoff nicht nachvollziehen. Die begrenzten Möglichkeiten der Refinanzierung machten es den Trägern schwer, ohne die Förderung durch die Arbeitsagentur weiterhin Umschüler zu beschäftigen. Mit einem massiven Einbruch sei zu rechnen.

Dringend notwendig ist es dagegen nach Auffassung der Caritas, Ausbildung und Arbeitsmöglichkeiten in der Pflege deutlich attraktiver zu gestalten. Schon jetzt zeichne sich in einigen Regionen ein Mangel an Fachkräften ab, der sich angesichts der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren zuspitzen werde.

Quelle: Caritasverband für die Diözese Münster e.V.
(www.caritas-muenster.de)




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