Pflegeheime dürfen nicht zum Stiefkind der Reform werden
bpa ist enttäuscht über die mangelnde Berücksichtigung der Pflege in Heimen

(19.01.2012)
bpa
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) zeigte sich im Nachgang der Veröffentlichung des Arbeitsentwurfs zum Gesetz über die Neuausrichtung der Pflegereform enttäuscht über die einseitige Gewichtung der geplanten Reformen.

„Die von Bundesminister Bahr geplante Neuausrichtung einer Pflegereform würde nur für dementiell erkrankte Menschen, die häusliche oder ambulante Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, eine finanzielle Verbesserung bedeuten.

Ich habe jedoch zunehmend den Eindruck, dass Pflegeheime immer mehr “als notweniges Übel“ angesehen und somit zum Stiefkind der Reform werden.

Nur so ließe sich erklären, dass 717.000 in Pflegeheimen lebende dementiell erkrankte Menschen bei der Reform leer ausgehen sollen. Ein bedauerliches Signal für Heimbewohner und Pflegekräfte “, sagt bpa Präsident Bernd Meurer.

Eine Zusammenfassung des Arbeitsentwurfs zum Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung finden Sie auf den Seiten des bpa (www.bpa.de) unter "Neues auf www.bpa.de"; die Red.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 7.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 215.000 Arbeitsplätze und ca. 16.500 Ausbildungsplätze.

Quelle: bpa - Bundesverband privater Anbieter Sozialer Dienste e.V. (www.bpa.de)





weitere Artikel

Pflegen - Online LogoPflegen - Online Logo