Demenzprojekt entlastet pflegende Angehörige
Caritas-Sozialstation im Saarland bietet Hilfen zur Betreuung demenzkranker Menschen

(07.06.2010)
Saarland
Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes, hat am 7. Juni die Caritas-Sozialstation Püttlingen-Riegelsberg besucht und sich über das Leistungsangebot und das Projekt für an Demenz und Alzheimer erkrankte Menschen und ihre Familienmitglieder informiert.

„Mehr als 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Saarland werden zu Hause betreut. Gerade an Demenz oder Alzheimer erkrankte Menschen bedürfen einer besonderen Fürsorge und Aufmerksamkeit, was von den pflegenden Angehörige enorm viel Zeit und Kraft abverlangt. Vielfach ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu organisieren, was Familienmitglieder oftmals nicht alleine bewältigen können. Das Demenzprojekt der Caritas-Sozialstation leistet einen wesentlichen Beitrag, um Angehörige bei der Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen zu entlasten“, würdigt die Sozialministerin das Betreuungsprojekt der Sozialstation.

Die Sozialstation des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung e. V. in Püttlingen-Riegelsberg bietet ergänzend zu ihrer Leistungspalette als ambulanter Pflegedienst insbesondere weitergehende Hilfen zur Beaufsichtigung und Betreuung demenzkranker Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit an. Auch eine Betreuung am Wochenende ist nach Absprache möglich. Der Betreuungsdienst wird von geschulten Helferinnen und Helfern geleistet und umfasst neben der Beaufsichtigung und Beschäftigung, auch das Verabreichen von Speisen und Getränken, die Hilfestellung beim Einkauf sowie bei der Hausarbeit und leichten Gartenarbeiten.

Daneben erfolgt die Betreuung Demenzkranker in Betreuungsgruppen, die sich im „Haus im grünen Winkel“ in der Anlage Kloster Heilig Kreuz treffen. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denen eine eigene Anfahrt nicht möglich ist, wird ein Fahrdienst organisiert. Durch individuelle Beschäftigungsangebote, Bewegungs- und Gedächtnisübungen, Kaffeerunden und gemeinsames Singen soll Gemeinsamkeit vermittelt und das Selbstwertgefühl gestärkt werden.

Die Ministerin zum Betreuungsprojekt: „Es ist ein Anliegen der Landesregierung, die ambulante Betreuungs- und Versorgungssituation der an Demenz und Alzheimer leidenden älteren Menschen im Saarland zu verbessern, damit sie solange als möglich in der eigenen Häuslichkeit verbleiben können. Die ergänzenden Betreuungsangebote der Caritas-Sozialstation führen zu einer Stabilisierung der häuslichen Betreuung und Versorgung der pflegebedürftigen Menschen. Zudem wird damit den pflegenden Angehörigen Freiraum geschaffen, ihre alltäglichen familiären Angelegenheiten zu erledigen und gleichzeitig ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder in betreuender Obhut zu wissen“.

Die Homepage der Sozialstation im Internet:
www.caritas-saarbruecken.de/57597.html

Quelle: Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport (www.saarland.de/ministerium_arbeit_familie_praevention_soziales_sport.htm)





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