Eröffnung des KompetenzZentrum „Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe“
Zur Eröffnung des KompetenzZentrum „Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe“ in der Friedrichshainer Simplonstraße erklärt Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner:
"Ich freue mich, dass Berlin mit dem KompetenzZentrum „Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe“ jetzt über ein Forum verfügt, das die soziale Integration von älteren Zuwanderern in das System der Altenhilfe, den Ausbau von Netzwerken und die Gestaltung des demographischen Wandels in der Stadt unterstützen wird. Viele Jahre herrschte in Berlin wie im übrigen Deutschland die Auffassung, dass Migrantinnen und Migranten im Alter in ihre Heimatländer zurückkehren würden. Diese Einschätzung teilten auch sehr viele der zugewanderten Menschen.
Mittlerweile ist uns klar geworden: Die Mehrheit der älteren Migranten wird ihren Lebensabend hier verbringen oder zwischen den Ländern pendeln. Für sie bedeutet es, sich nun mit dem Altwerden und Altsein hier zu beschäftigen und sich dementsprechend einzurichten. Gleichzeitig muss sich auch unsere Stadtgesellschaft darauf einstellen.
Das Land Berlin wird die Arbeit des neuen Kompetenz-Zentrums nutzen, um den Prozess der interkulturellen Öffnung der Altenhilfe noch weiter zu verstetigen. Er hat sich in Berlin bereits gut entwickelt und wurde auch durch die bundesweite Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe weiter befördert. Dabei geht es besonders um den weiteren Abbau struktureller Barrieren, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Altenhilfe mit den Migrationsfachdiensten und den Migrantenselbsthilfeorganisationen sowie um die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, politischer Partizipation und Mitgestaltung durch Migrantinnen und Migranten.
Unser Ziel ist es, die Altenhilfe in Berlin so auszurichten, dass sie den kulturell, sozial und ökonomisch unterschiedlich geprägten Seniorinnen und Senioren gerecht werden kann. Das schließt die notwendige Sensibilität für unterschiedliche Lebensverläufe und Bedürfnisse Einzelner genauso ein wie der Respekt vor dem Alter und der Würde des Menschen. Das ist nicht in erster Linie eine Frage von Zeit oder Kosten, sondern eine Frage der Einstellung und ein absolutes Gebot der modernen Altenpflege."
Quelle: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales / Pressemeldungen des Landes Berlin (
www.berlin.de/landespressestelle/)