Senatorin Knake-Werner anlässlich der 3. Berlin-Brandenburger Pflegetage
Am 10. Februar wurden in der Evangelischen Fachhochschule Berlin die 3. Berlin-Brandenburger Pflegetage eröffnet. Die Pflegetage wollen als Tagungsreihe in Berlin und Brandenburg Impulse zur Weiterentwicklung der Altenpflege geben. Das Forum wird von der Evangelischen Fachhochschule gemeinsam mit Kooperationspartnern veranstaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und dem Gesundheits- und Sozialwesen stellen den „Pflegemarkt der Zukunft – Perspektiven, Trends, Innovationen“ diskutieren, Träger und Verbände aus der Region Berlin-Brandenburg ihre Projekte vor.
Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner eröffnete die Tagung und machte in ihrer Rede auf die großen Herausforderungen aufmerksam, vor denen unsere rasant alternde Gesellschaft steht. „Die durchschnittliche Lebenserwartung hat sich im vergangenen Jahrhundert dank des medizinisch-technischen Fortschritts verdoppelt. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch die Zahl der chronischen und Mehrfacherkrankungen. Immer mehr Menschen werden zukünftig auf Pflege angewiesen sein. Andererseits sinkt die Zahl der Geburten. Während heute noch zwei Erwerbstätige einem Rentner gegenüberstehen, wird im Jahre 2050 auf einen Erwerbstätigen ein Rentner kommen. Die Absicherung des Pflegefalls wird auf Dauer eine immer größere gesellschaftliche Aufgabe.
Angesichts dieser dramatischen Entwicklung müssen wir gemeinsam Alternativen zu den bestehenden Strukturen entwickeln. Um die Lebensqualität des pflegebedürftigen Menschen erhalten zu können, muss die Pflege als ganzheitlicher Prozess verstanden werden. Auch die Angehörigen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden stärker gefordert sein. Qualitätsmanagement und -sicherung sind schon heute in vielen Einrichtungen Berlins Handlungsmaxime.
Der Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege wird auf Grund dieser Entwicklungen stark zunehmen. Das neue Gesetz zur Altenpflegeausbildung hat den Stellenwert des Altenpflegeberufs gestärkt. Es ist ein zukunftsorientierter Beruf. Ich hoffe, dass die Pflegeeinrichtungen und die Altenpflegeschulen ihren Ausbildungsauftrag auch künftig verantwortungsvoll wahrnehmen,“ so Senatorin Knake-Werner.
Sie verwies auf der Tagung erneut auf die Aufgabe, die Altenpflege interkulturell zu öffnen. Die Zahl älterer Migrantinnen und Migranten nehme deutlich zu. Zugangsbarrieren zu den Diensten und Einrichtungen müssten abgebaut werden.
Quelle: Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz (
www.berlin.de/sengsv/)