Symposium für Fachkräfte im Gesundheitswesen am Universitätsklinikum Regensburg
Wie lassen sich Freiheit und Selbstbestimmung von Patienten mit deren Schutz und dem Schutz der
Allgemeinheit verbinden? Diese Frage steht im Zentrum des interdisziplinären Symposiums
„Zwischen Freiheit und Sicherheit – Problemfall freiheitsbeschränkende Maßnahmen“ am 11. Juni
2010, 10:00 – 17:15 Uhr im Universitätsklinikum Regensburg.
Die von der Robert Bosch Stiftung geförderte Veranstaltung richtet sich an alle Akteure im
Gesundheitssektor, wie beispielsweise Pflegende und Verantwortliche in der Alten- und
Krankenpflegende, Therapeuten, Angehörige nicht-ärztlicher Heilberufe und Mediziner oder Vertreter
von Ausbildungseinrichtungen.
Freiheitsbeschränkende Maßnahmen werden in vielen Bereichen der Pflege mit dem Wohl der
Patienten oder dem Schutz der Allgemeinheit begründet und überdecken so die mitunter
auftretende „Hilflosigkeit der Helfer“. Dies steht oft genug im Kontrast zur grundgesetzlich
verankerten Freiheit und Selbstbestimmung aller Menschen. Im Spannungsfeld zwischen Sicherheit
und Freiheit gibt es jedoch verschiedene Ansätze Sicherheit zu gewährleisten und dabei die Freiheit
und Selbstbestimmung der Patienten mit psychischen Erkrankungen möglichst wenig einzuschränken.
Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher Ansätze sollen auf dem Symposium anhand von
praktischen Beispielen vorgestellt und diskutiert werden. Zudem wird ein Blick auf die ethische Seite
dieser sehr aktuellen Diskussion geworfen werden.
Für die Fachvorträge sind namhafte Vertreter angefragt, u.a. Prof. Dr. Thomas Klie von der KFH
Freiburg zum Thema „ReduFix ambulant – Minimierung der Fixierungen in der Häuslichkeit“ oder der Herausgeber der Zeitschrift „pflegen: Demenz“, Detlef Rüsing. Darüber hinaus werden
StipendiatInnen der Programme Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit und
Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz Ergebnisse und Folgeprojekte ihrer
Auslandshospitationen vorstellen.
Anmeldungen für das Symposium sind bis 25.05.10 möglich. Detaillierte Informationen sowie das
Programm der Veranstaltung erhalten Sie direkt beim Institut G-plus oder im Internet unter
www.g-plus.org.
Quelle: G-plus – Zentrum im internationalen Gesundheitswesen
(
www.g-plus.org)