Kunststücke Demenz. Internationale Tagung zu künstlerisch-kultureller Praxis mit Menschen mit Demenz
Die Tagung ist bereits ausgebucht; informieren Sie sich bitte beim Veranstalter!
Ob mit Alzheimer-Poesie oder Demenz-Clownerie, in Theaterprojekten oder speziellen
Museumsführungen: Künstlerisch-kulturelle Angebote leisten einen wichtigen Beitrag
zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.
Zu diesem Thema findet am 14. Februar eine internationale Fachtagung in der Bundeskunsthalle
Bonn statt. Sie richtet sich an Künstler und Kulturpädagogen, Tätige in
der Altenpflege sowie Experten zum Thema aus Wissenschaft und Praxis.
Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen wird in Deutschland auf 1,2 Millionen geschätzt,
Tendenz steigend. Sie haben Anspruch und das Bedürfnis nach gesellschaftlicher und kultureller
Teilhabe. Kultur ist kein Luxus, sondern integraler Bestandteil des menschlichen Lebens.
Auch wenn kognitive Fähigkeiten verloren gehen, verfügen Menschen mit Demenz über eine
hohe Emotionalität und über kreative Potenziale, die über künstlerisch-kulturelle Aktivitäten
gezielt angeregt werden können. Damit dies nicht Theorie bleibt, müssen künstlerisch-kulturelle
Methoden und Konzepte Eingang in den (Pflege-)Alltag von Menschen mit Demenz finden. Es
gilt, Formate für diese Zielgruppe zu entwickeln, die ihnen die Teilnahme am Kulturleben ermöglichen.
Welche Erfahrungen hierzu bereits in der Praxis im In- und Ausland vorliegen, wurde in der
Studie „Auf Flügeln der Kunst“ seit 2010 durch das Institut für Bildung und Kultur im Auftrag des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung untersucht. Die Autorinnen Kim de Groote und
Flavia Nebauer stellen auf der Fachtagung die Ergebnisse vor. Darüber hinaus werden exemplarisch
verschiedene Zugänge für die Kulturarbeit mit Menschen mit Demenz vorgestellt: Pam
Schweitzer und Errollyn Bruce aus England berichten über die Erkenntnisse der britischen
REMcare Studie zur kreativen Erinnerungsarbeit mit Menschen mit Demenz. Die Kulturpädagogin
und Schauspielerin Heinke Hartmann stellt ihr Theaterprojekt „Die schöne Zeit geht
wieder heim“ vor, bei dem sich Menschen mit und ohne Demenz auf der Bühne begegneten.
Gary Glazner präsentiert sein 2004 in den USA gegründetes Alzheimer´s Poetry Program, bei
dem über Gedichte ein Zugang zu Menschen mit Demenz geschaffen wird. Im Anschluss diskutieren
Experten aus Politik, Pflege und Kultur über die Chancen und Herausforderungen von
Kulturarbeit mit Menschen mit Demenz in Deutschland.
In einer Ausstellung präsentieren sich zahlreiche Kulturprojekte für Menschen mit Demenz sowie
die Kampagne KONFETTI IM KOPF mit Fotografien von Michael Hagedorn. Kunstvermittler
der Bundeskunsthalle stellen ihre neue Themenführung für Menschen mit Demenz „Erinnerungsreise
durch die Geschichte eines Museum“ vor, die für die aktuelle Ausstellung „Art and
Design for All – The Victoria and Albert Museum“ angeboten wird.
Die Tagung ist bereits ausgebucht; informieren Sie sich bitte beim Veranstalter! Es besteht die Möglichkeit, sich auf einer Warteliste registrieren zu lassen; die Red.
Informationen zur Fachtagung:
www.ibk-kubia.de/demenz
Veranstaltungsort:
Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,
Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
Veranstalter:
Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter
im Institut für Bildung und Kultur e.V. (
www.ibk-kubia.de)
in Kooperation mit der Bundeskunsthalle (
www.bundeskunsthalle.de)
gefördert vom BMBF (
www.bmbf.de)
Quelle: Institut für Bildung und Kultur
www.ibk-kultur.de)