Der Pflege-Selbsthilfeverband e.V. bietet Informationen
Immer mehr Familien müssen erkennen, dass das bundesdeutsche Pflegesystem nicht mehr als eine höchst unvollkommene Teilkaskoversicherung ist. Nicht selten sind die finanziellen Bedürfnisse bei der Versorgung eines Familienmitglieds so immens, dass sich existenzielle Fragen stellen. Renten und Pensionen gehen vollständig drauf und nicht selten muss das sonstige Vermögen (Erspartes, Haus und Hof) komplett eingesetzt werden. Wenn letztlich die Sozialhilfe in Anspruch genommen werden muss, stellt sich für die Angehörigen die Frage nach dem Elternunterhalt. Diese finanzielle Situation verstärkt den Druck auf die durch Pflegeleistungen ohnehin meist überlasteten Angehörigen beträchtlich und macht auch die Helfer krank.
Kein Wunder, dass unter diesen Umständen, einer repräsentativen Emnid-Umfrage von Anfang 2007 zufolge, dem deutschen Pflegesystem von der Bevölkerung schlechte Noten erteilt werden. Pflegende Angehörige fühlen sich von Staat und Gesellschaft im Stich gelassen. Die vorgelegte Emnid-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im deutschen Pflegesystem eklatante Missstände herrschen.
Besonders verunsichert sind die BundesbürgerInnen, wenn sie nach einem guten Heimplatz für einen Angehörigen suchen müssen. Sie wissen meist nicht, ob sie den Trägerangaben, oft ergänzt durch werbewirksam aufgemachte Hochglanzbroschüren, trauen dürfen. Nicht selten wird dann, um aufkommende Bedenken auszuräumen, auf Zertifizierungen verwiesen. Es wird vorgegaukelt, als sei die Heimqualität sozusagen amtlich bestätigt. Tatsache ist aber, dass den Versprechungen und Zertifizierungsurkunden grundsätzlich misstraut werden muss. Maßgeblich für die Suche nach einem guten Heim können ernstlich nur die Pflegeumstände sein, die verdeutlichen, dass die Qualität eines Heimes tatsächlich bei den Bewohnern ankommt. Daher ist es wichtig, die Ergebnisqualität zu hinterfragen.
Insoweit will der Pflegetreff am 26.4.2007, 18.30 Uhr, in Neuss-Erfttal, Bedburger Straße 61, Bürgerhaus, veranstaltet vom Pflege-Selbsthilfeverband e.V. (Pflege-SHV;
www.pflege-shv.de), Informationen anbieten. Das Thema des Abends: Transparenz schafft Vertrauen.
Referenten sind Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH und Adelheid von Stösser, 1.Vorsitzende des Pflege-SHV. Anschließend stehen die Fragen und Anregungen der BesucherInnnen dieses Pflegetreffs im Vordergrund.
Die Einladung mit Informationen zu Programm und Veranstaltungsort finden Sie im Internet unter:
www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=6093
Zu der Informationsveranstaltung des Pflege-SHV sind pflegebedürftige Menschen und Angehörige, PflegemitarbeiterInnen, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle interessierten BürgerInnen eingeladen!
Quelle / Organisation und Ansprechpartner:
Werner Schell, 2. Vorsitzender des Pflege-Selbsthilfeverbandes e.V.,
Harffer Straße 59, 41469 Neuss-Erfttal -
Telefon 02131/150779 – E-Mail: Team@wernerschell.de
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