Eine neue Studie zeigt: Die Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern
sind wesentlich länger als bisher angenommen
Die Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die vor 25 bis 29 Jahren ihre
Ausbildung beendet hatten, waren zum Stichtag 31.12.2004 im Durchschnitt 19 Jahre lang
und damit sehr viel länger als bisher angenommen.
15 Jahre nach dem Ende der Ausbildung
waren zudem noch 63 Prozent der Altenpflegerinnen und Altenpfleger in ihrem Beruf tätig
oder kehrten nach einer Unterbrechung in diesen zurück. Daraus lässt sich auf eine hohe
Berufsbindung eines überwiegenden Teils der Altenpflegerinnen und Altenpfleger schließen.
Dies sind zentrale Ergebnisse einer bundesweiten Studie, die am 27. Mai in Berlin offiziell
vorgestellt wurde.
Erstmals konnten auf der Basis repräsentativer Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB-Beschäftigtenstichprobe, 1975-2004) speziell für die Berufsgruppe der
Altenpflegerinnen und Altenpfleger Auswertungen zu Länge und Struktur der Berufsverläufe
vorgenommen werden. Die Ergebnisse revidieren die vielfach verbreitete Meinung, dass
Altenpflegerinnen und Altenpfleger bereits nach kurzer Zeit wieder aus dem Beruf
aussteigen.
Die Studie wurde von Dezember 2007 bis Mai 2009 vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und
Kultur, Zentrum der Goethe-Universität in Frankfurt am Main (IWAK) durchgeführt und vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Eine Broschüre mit weiteren Ergebnissen sowie Informationen zur Studie sind über das
IWAK (
www.iwak-frankfurt.de, E-Mail: joost@soz.uni-frankfurt.de) zu erhalten.
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (
www.bmfsfj.de)
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(die Red.)