Unterstützung für erwerbstätige pflegende Angehörige
Wie können Politik, Unternehmen und Pflegenetzwerke Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Angehörigen pflegen, bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Fachtagung, deren Ergebnisse jetzt in Form einer Dokumentation vorliegen, wie Familienministerin Malu Dreyer am 15. Mai in Mainz mitteilte. (16.05.2007)
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Leserbriefe
Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen
(16.05.2007)
Ich denke, daß die ganze Sache an den wahren Schwierigkeiten und Problemen vorbei geht. Es wäre den betroffenen pflegenden Angehörigen mehr geholfen, wenn sie sich ganz der Pflege widmen könnten und nicht noch nebenbei arbeiten gehen müßten. Es stände unserer Gesellschaft gut zu Gesicht, wenn man für eine gewisse Zeit aus dem Beruf aussteigen könnte, um die Eltern oder andere Angehörige zu pflegen und der Staat für die finanzielle Absicherung sorgt, ohne daß man aufs sozialamt muß. Frau Dr. von der Leyen hat den Erziehungsurlaub und das Erziehungsgeld neu gestaltet. Dies müßte doch auch in der Pflege von Angehörigen zu machen sein. Fakt ist doch, daß die jetzige Seniorengeneration Deutschland nach dem 2. Weltkrieg aus Schutt und Asche gehoben hat, die meisten Menschen mußten immer sehr bescheiden leben.

Ich bin für eine bessere Absicherung der pflegenden Angehörigen und würde dafür auch einen höheren Pflegebeitrag in Kauf nehmen.

Meine Mutter hat zu DDR-Zeiten zuerst die Großeltern (Oma 83 Jahre, Opa 88 Jahre alt) gepflegt,danach meinen Vater (erlitt mit 50 Jahren einen Schlaganfall, war danach fast blind), außerdem war sie immer voll berufstätig. Diesen Streß wünsche ich niemanden, ich würde ihn mir auch nicht antun. Entweder Pflege oder Beruf, beides zusammen funktioniert nicht.

Bärbel Sommer

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