Schwestern für Schweden
Über 150 000 Deutsche sind im letzten Jahr ausgewandert. Für Pflegekräfte ist Schweden besonders attraktiv. Eine bessere Bezahlung, regelmäßige Arbeitszeiten und ein optimales Pfleger-Patienten-Verhältnis in den schwedischen Krankenhäusern sind der Anreiz. Für die Reihe "37°" haben Julia Kaulbars und Martin Uhrmeister drei Krankenschwestern begleitet, die den Schritt in das skandinavische Land gewagt haben. Das ZDF zeigte den Film "Schwestern für Schweden" am 3. Februar. Die komplette Reportage kann online in der ZDF-Mediathek abgerufen werden. (03.02.2009)
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Leserbriefe
Schwestern für Schweden
(06.03.2009)
Diese Sendung ist eine schlimme Darstellung der Situation, die der Realität absolut nicht entspricht. Ich lebe seit 30 Jahren in Schweden und meine Frau ist vor 10 Monaten in Stockholm gestorben und was wir erlebt haben, war die Hölle.
Und das war absolut keine Ausnahme. Ich weiss nicht, was das ZDF bewegt hat, diese falsche Darstellung zu senden.

Natürlich werden ausländische Krankenschwestern besser bezahlt. Aber eine normale schwedische Schwester verdient ca € 2500 brutto, bei ca 35 % Steueranteil (also ca € 1625 netto) einem unglaublich grossen Stress. Die hiesigen (seriösen) Zeitungen berichten jeden Tag über die Misstände an den Krankenhäusern. Zu Weihnachten mussten Patienten auf den Korridoren übernachten, weil nicht genügend Personal verfügbar war.

Ich protestiere hiermit in aller Form gegen diesen unsachlichen Beitrag.
Ich bin gern bereit jederzeit einen wirklich realistischen Bericht über die hiesigen Misstände an schwedischen Kliniken vorzulegen. Ich schäme mich für diese Art des Journalismus.
Glauben Sie bitte nicht, dass hier das Gesundheitsystem besser ist! Im Gegenteil!

Viele Grüsse
Ulrich Birkendahl

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