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Liebe Leserinnen und Leser,
Zwei Wochen im Krankenhaus? Heute beträgt die sogenannte "mittlere Verweildauer" im Bundesdurchschnitt 8 Tage, in einigen Kliniken ist sie bereits unter 6 Tage gesunken. Das hat Vorteile – der Patient kommt schneller nach Hause -, aber auch Nachteile – der Patient muss selbst mehr tun. Die subcutane Injektion von Medikamenten gehört ebenso dazu wie die Kontrolle von Verlaufsparametern (Blutdruck, Puls etc.). Wenn Patienten (oder ihre Angehörigen) Aufgaben erbringen müssen, die früher einmal Pflegekräfte übernahmen, brauchen sie dafür zumindest eine Beratung, oft auch eine Schulung. Genau hier eröffnet sich ein neues Arbeitsfeld für Pflegekräfte: Die Beratung und Schulung von Patienten und ihren Angehörigen.
Das neue Buch "Wie Pflegekräfte Patienten und ihre Familien unterstützen können" von Johanna Gossens informiert kurz und prägnant darüber, was bei dieser Tätigkeit zu beachten ist. Zusätzlich findet sich eine Fülle von praktischen Beispielen aus der Schulungsarbeit.
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Freundliche Grüße aus Hannover
i.A.
Dr. Henrik Crone-Münzebrock (pflegen-online.de)
i.A.
Carsten Sadlau (fachbuch-schaper.de)
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Aktuelle Neuerscheinungen
Nachrichten aus der Welt der Pflege
Termine
Chronische Wunden
Susanne Danzer
2009
168 Seiten
ISBN 978-3-17-020669-4
Preis: € 13.00
Palliativmedizin
S. Husebo, E. Klaschik
2009
584 Seiten
ISBN 978-3-642-01548-9
Preis: € 32.95
Nachrichten aus der Welt der Pflege
Zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Pflegeausbildung Europäische Pflegestudenten äußern ihre Besorgnis
Zum Abschluss ihrer Jahrestagung Mitte Juli in Berlin haben die Delegierten der European Nursing Students Association (ENSA) eine Resolution zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Qualität und Ergebnisse der Pflegeausbildung veröffentlicht. Die Vertreter aus Großbritannien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Niederlande, Frankreich und Deutschland berichteten übereinstimmend und in großer Sorge über gravierende Auswirkungen der Krise auf das Gesundheitswesen ihrer Heimatländer.
Bessere Aufgabenverteilung in KrankenhäusernModellprojekt in Rheinland-Pfalz
Gesundheitsministerin Malu Dreyer will für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten die Kompetenzen des Pflegepersonals fördern und stärken. In vier rheinland-pfälzischen Krankenhäusern soll es nun Modellprojekte zur besseren Aufgabenverteilung zwischen den Berufsgruppen und zur Optimierung der Arbeitsabläufe geben, wie die Ministerin am 20. Juli in Mainz mitteilte.
Familienfreundliche und geschlechtergerechte KrankenhäuserErster Praxisleitfaden veröffentlicht
Zum Modellprojekt "Exemplarische Einführung von Gender Mainstreaming in zwei sächsischen Krankenhäusern" hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales (SMS) eine Handreichung veröffentlicht: "Der Arbeitsort Krankenhaus: familienfreundlich und geschlechtergerecht" gibt Anregungen für familienfreundliche und geschlechtergerechte Organisationsstrukturen und Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern. Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat das Projekt koordiniert und begleitet.
Neues Projekt zur Demenz im Krankenhaus"Rooming-in" von Angehörigen wird im Krankenhaus Lübbecke erprobt und evaluiert
Das Krankenhaus Lübbecke (Westfalen) hat gemeinsam mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip), der Alzheimergesellschaft "Leben mit Demenz" und regionalen Angehörigengruppen das Projekt "Doppelt hilft besser bei Demenz" gestartet. Ziel des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projektes ist es, durch ein "Rooming-in" von Angehörigen im Krankenhaus die für demenzkranke Menschen oft belastende Behandlung zu erleichtern.
Pflegepreis geht an Caritas Klinik St. Theresia in SaarbrückenVerleihung des Friederike-Fliedner-Pflegepreises des Saarlandes
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde der Friederike-Fliedner-Pflegepreis des Saarlandes 2009 durch Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener verliehen. Der mit 1.600 Euro dotierte Preis wird auf Vorschlag der Jury für die Bewerbungsarbeit zu dem Thema: "Implementierung eines multiprofessionellen palliativmedizinischen Konsiliardienstes in der Caritasklinik St. Theresia aus pflegerischer Sicht" vergeben.
Zur Situation älterer Menschen in Hamburg und UmgebungDer Deutsche Pflegerat zu einer Studie der Hamburger Rechtsmedizin
Der Deutsche Pflegerat fordert erneut mit Nachdruck die Aufnahme der Dekubitusprophylaxe in den Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Damit könnten viele Menschen von leidvollen Schmerzen, sozialer Ausgrenzung befreit und Milionen Euro bei der Krankenversicherung eingespart werden.
Abschied von Pflegestandards?"Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk" zur Personalnot in der Pflege
Für eine WDR Sendung wurden am 16.06.2009 eine Patientin aus Dormagen, Frau Regina Schneider, und der Dozent für Pflegerecht, Werner Schell von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk (Neuss), interviewt. Dabei konnte herausgestellt werden, dass vor allem die zunehmende Personalnot in der Pflege dazu führt, dass nicht mehr alle notwendigen Dienstleistungen mit der erforderlichen Sorgfalt erbracht werden können. Das Fazit von Werner Schell: Bei der Patientenversorgung müssen Abstriche hingenommen werden.
Leitfaden "Textilien in Pflegeeinrichtungen" Online kostenlos abrufbar
Einen Leitfaden für "Textilien in Pflegeeinrichtungen" hat eine Expertenrunde aus Vertretern von Wäschereien, Maschinen- und Hilfsmittelindustrie sowie Spezialisten der Hohenstein Institute auf Veranlassung der Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. erstellt. Die im Leitfaden zusammengefassten standardisierten Regelungen für den Umgang mit Textilien in Alten- und Pflegeheimen bilden einen wichtigen Beitrag zu mehr Hygienesicherheit.
Rock- und Beatrhythmen sind erwünschtBessere psychosoziale Betreuung dank des Frankfurter Programms
Seit 2003 besteht im Frankfurter Marthahaus eine separate Wohngruppe, in der bis zu zehn Personen leben. Das Besondere daran ist, dass dort schon Menschen ab einem Alter von Mitte 50 wohnen. Daher reagieren sie auf Musikrichtungen, die bei den Hochbetagten keine Rolle spielen können. Beispielhaft nennt Christa Wagner, Kunsttherapeutin mit tiefenpsychologischer Ausrichtung, eine 62-jährige Frau, die sich für Außenstehende gar nicht mehr verständlich artikulieren könne. Sie regiere aber begeistert, wenn sie Rockmusik hört und bewegt sich beschwingt dazu. Dadurch beruhige sie sich, ihr starker Laufdrang bleibe aus.
Termine
Kommunikation zwischen Ärzten und Pflege - Wunsch und Vergütung9. September 2009 in Berlin
Eine intensive und vor allem strukturierte Kommunikation zwischen Medizinern und Pflegenden ist nicht nur ein aktiver Beitrag zum Risikomanagement, sondern ist geeignet, Patienten und Angehörige zu entlasten, und stellt damit einen wichtigen Qualitätsindikator dar. Hierzu hält der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte, Dr. Frank Bergmann, einen Vortrag im Rahmen des "Deutschen Pflege Forums" in Berlin.
Kongress IT-Trends Medizin / Health Telematics 9. und 10. September 2009 in Essen
Durch den Aufbau einer Telematik-Infrastruktur sollen Leistungserbringern und Patienten zukünftig Mehrwertdienste zur Verfügung stehen, die der Gesundheitsversorgung neue Möglichkeiten eröffnen. Den Zugang zu dieser Telematik-Infrastruktur kann die elektronische Gesundheitskarte liefern, deren flächendeckende Ausgabe im 3. Quartal 2009 in Nordrhein geplant ist. Zu den wegweisenden Instrumenten einer vernetzten Versorgung zählen außerdem der Auf- und Ausbau von Portalkliniken sowie neue Anwendungen im Bereich der Telemedizin. Das Land NRW plant, in diesem Bereich eine Modellregion einzurichten. Mit mehr als 650 Teilnehmern aus Gesundheitswesen, Industrie, Wissenschaft und Politik konnte sich die IT-Trends Medizin / Health Telematics im Verlauf der letzten vier Jahre als eine der wichtigsten eHealth-Veranstaltungen in NRW etablieren.
Neue Organisationsformen im Krankenhaus - Trends und Erfolgsfaktoren (DKI-Kongress) 14. September in Berlin
Angesichts von nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zunehmendem Wettbewerbsdruck stehen Verbesserungen der Krankenhaus-Organisation im Fokus jedes Krankenhauses. Ziel des diesjährigen DKI-Kongresses ist es, Ihnen aktuelle Impulse, innovative Lösungsansätze und neueste Forschungsergebnisse zur Optimierung von Organisation, Prozessen und Personaleinsatz im Krankenhaus zu vermitteln. Darüber hinaus kennen Sie nach diesem Kongress bereits heute die Trends in der Krankenhaus-Organisation von übermorgen.
Pflegekongress (Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie)17. und 18. September in Dresden
Etabliert und angenommen: Der Pflegekongress für die urologischen Assistenz- und Pflegeberufe findet nun bereits zum dritten Mal im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) statt. Die Akzeptanz unter den Schwestern, Pflegern und Arzthelferinnen ist groß. Bis zu 800 Teilnehmer werden zu der Fortbildungsveranstaltung in der Messe Dresden erwartet.
Europäische Doktorandenkonferenz Pflegewissenschaft (EDCNS)18. und 19. September 2009 in Graz, Österreich
Die nächste EDCNS mit dem Thema "From Idea to Tradition - 10 years European Doctoral Conference in Nursing Science" wird in Graz stattfinden:
"The European Doctoral Conference in Nursing Science is a meeting for PhD students from all over Europe. EDCNS is organized by PhD students from the PhD-Program Nursing Science from the Charité- Universitätsmedizin Berlin and Maastricht University."
12. Internationaler Demenz-Kongress Saar-Lor-Lux23. und 24. September 2009 in Saarlouis
Die Kongressreihe, die im Jahr 1998 begonnen wurde, wird zeitnah zum Weltalzheimertag (21.09.2009) in Saarlouis (Kulturhalle Saarlouis-Roden) fortgesetzt. Die Fachvorträge befassen sich einerseits mit der Versorgungssituation demenzkranker Menschen und Möglichkeiten von Verbesserungen im pflegerischen Bereich sowie mit medizinischen und gerontopsychiatrischen Themen. Nach der Eröffnung durch die Landrätin des Landkreises Saarlouis, den Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis dem Ministerium für Justiz Gesundheit und Soziales und Arbeit und der Schirmherrin der saarländischen Alzheimer Gesellschaft sind an beiden Tagen viele Vorträge von bundesweit anerkannten Experten vorgesehen.
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